Fort­bil­dungs­pro­gramm Ama­teur­thea­ter

BDAT-Fortbildungsprogramm

  • „Spiel­lei­tung im Ama­teur­thea­ter (BuT)“
  • & „Schau­spiel im Ama­teur­thea­ter“

Die bewuss­te Umset­zung von indi­vi­du­el­len sozia­len Erfah­run­gen in die fik­ti­ve Kunst­welt des Thea­ters ist die zen­tra­le Her­aus­for­de­rung für jedes Thea­ter­en­sem­ble. Wie in jeder Kunst­form so bil­det auch im Ama­teur­thea­ter das hand­werk­li­che Kön­nen die Grund­la­ge des Kunst­schaf­fens; Schauspiel-, Regie- und Aus­stat­tungs­ar­beit soll­ten den Weg des Wahr­neh­mens, Beob­ach­tens und Erin­nerns des Eige­nen beinhal­ten, um dar­aus eine für Zuschau­er sehens­wer­te und erkennt­nis­rei­che thea­tra­le Wirk­lich­keit zu erschaf­fen. Die Anwen­dung der dafür not­wen­di­gen Thea­ter­tech­ni­ken setzt ein Trai­ning der schau­spie­le­ri­schen Grund­la­gen (Mimik, Ges­tik, Spra­che, Aus­druck, Kör­per­be­we­gung) vor­aus.

Auf die­ser thea­ter­hand­werk­li­chen Basis kann das Ama­teur­thea­ter Qua­li­tä­ten von hoher Ori­gi­na­li­tät ent­wi­ckeln, die dem der Pro­fi­thea­ter nicht nach­ste­hen müs­sen. Nicht die Nach­ah­mung des Pro­fes­sio­nel­len, son­dern das Gestal­ten eige­ner ästhe­ti­scher Qua­li­tä­ten soll­te die Arbeit im Ama­teur­be­reich kenn­zeich­nen.

Überblick BDAT-Fortbildungsprogramm

Über­blicks­dar­stel­lung BDAT-Fortbildungsprogramm

Seit 2003 gilt für das Fort- und Wei­ter­bil­dungs­an­ge­bot des Bun­des Deut­scher Ama­teur­thea­ter das „Fort­bil­dungs­pro­gramm Ama­teur­thea­ter“. Ziel des Fort­bil­dungs­an­ge­bo­tes ist die qua­li­ta­ti­ve Ver­mitt­lung von Kennt­nis­sen und Fer­tig­kei­ten im künst­le­ri­schen, tech­ni­schen, orga­ni­sa­to­ri­schen und (theater)-pädagogischen Bereich. Spe­zi­el­le Fort­bil­dungs­mo­du­le für Schau­spiel, Regie, Aus­stat­tung, Büh­nen­tech­nik und Kul­tur­ma­nage­ment qua­li­fi­zie­ren die Thea­ter­be­geis­ter­ten im Ama­teur­thea­ter.

Inner­halb des per­sön­li­chen Inter­es­sen­ge­biets kann der Teil­neh­mer das Ange­bot indi­vi­du­ell nut­zen. Durch die Wahl ent­spre­chen­der Modu­le bzw. ein­zel­ner Semi­na­re kön­nen sich Spie­ler und Spiel­lei­ter ver­tie­fend spe­zia­li­sie­ren. Dar­über hin­aus haben Teil­neh­mer die Mög­lich­keit, sich mit bis zu 600 Unter­richts­stun­den umfas­send in den Berei­chen „Schau­spiel“ und „Spiel­lei­tung“ fort­zu­bil­den. Das Ange­bot an natio­na­len Fort­bil­dungs­se­mi­na­ren wird durch aus­ge­wähl­te inter­na­tio­na­le Work­shops ergänzt.

Diese im Ama­teur­thea­ter ein­ma­li­ge Fort­bil­dungs­rei­he bie­tet einen grund­le­gen­den prak­ti­schen Ein­stieg in die Viel­falt der Thea­ter­welt, seine Metho­den und Schau­spiel­tech­ni­ken. Dies wird mit den abschlie­ßen­den Zer­ti­fi­zie­run­gen „Spiel­lei­tung im Ama­teur­thea­ter (BuT)“ und „Schau­spiel im Ama­teur­thea­ter“ doku­men­tiert.

Modul Schau­spiel

Modul Schauspiel

Modul Regie

Modul Regie

Modul Tech­nik

Modul Technik

Modul Aus­stat­tung

Modul Ausstattung

Modul Kul­tur­man­ge­ment

Modul Kulturmangement

Zer­ti­fi­zie­rung Spiel­lei­tung im Ama­teur­thea­ter

Zertifizierung Spielleiter im Amateurtheater

Zer­ti­fi­zie­rung Schau­spiel

Zertifizierung Schauspiel

Lehr­in­hal­te

Die Lehr­in­hal­te der ein­zel­nen Modu­le (Schau­spiel, Regie, Aus­stat­tung, Tech­nik, Kulturmanagement)beziehen sich auf die spe­zi­fi­schen Anfor­de­run­gen der jewei­li­gen Tätig­kei­ten im Ama­teur­thea­ter. Die Semi­na­re der ein­zel­nen Mit­glieds­ver­bän­de des BDAT müs­sen eine klare Zuord­nung zu den Rah­men­richt­li­ni­en vor­wei­sen. Hier eini­ge Bei­spiel der Zuord­nung zu den ein­zel­nen Thea­ter­for­men:

THEATERFORMEN I
Boal-Theater der Unter­drück­ten – Expe­ri­men­tel­les Thea­ter – Gro­tow­ski – Per­for­ma­ti­ves Thea­ter – Sze­ni­sches Schrei­ben – Tsche­chow

THEATERFORMEN II
Akro­ba­tik – Clown­thea­ter – Come­dia dell? Arte – Frei­licht­thea­ter – Schwar­zes Thea­ter – Stras­sen­thea­ter – Thea­ter in öffent­li­chen Räu­men – Thea­ter­sport – Unsicht­ba­res Thea­ter – Walk acts – Pan­to­mi­me

THEATERFORMEN III
Figuren- / Pup­pen­spiel – Groß­fi­gu­ren­spiel – Mario­net­ten­thea­ter – Mas­ken­bau und -spiel – Objekt­thea­ter

THEATERFORMEN IV
Action­thea­ter – Bewe­gungs­thea­ter – Bio­gra­fi­sches Thea­ter – Erzähl­thea­ter – Kaba­rett – Mär­chen­thea­ter – Musik­thea­ter – View­points – Cho­reo­gra­phie

THEATERFORMEN V
Büh­nen­ef­fek­te – Pyro­tech­nik – Büh­nen­fo­to­gra­fie – Butoh – Dra­ma­päd­ago­gik – Dra­ma­tur­gie – Inter­kul­tu­rel­les Thea­ter – Jac­ques Lecoq – Mund­art­thea­ter – Muse­ums­thea­ter – Play­back­thea­ter – Poe­try Slam – Psy­cho­dra­ma – Slapstick/Verfolgungsjagden – Strasberg/Method Acting – Tai Chi – Thea­ter­ge­schich­te – Thea­ter­kri­tik

Dauer der Fort­bil­dung

Der Zeit­raum, in dem die Fort­bil­dung abge­schlos­sen wer­den muss, wird nicht vor­ge­schrie­ben. Als Emp­feh­lung gel­ten min­des­tens 120 U.-Std. im Jahr, so dass die Zer­ti­fi­zie­run­gen inner­halb von fünf Jah­ren erlangt wer­den kön­nen.

Zer­ti­fi­kat­ab­schlüs­se

Die Fort­bil­dung kann über die indi­vi­du­el­len Schwer­punkt­set­zun­gen in den ein­zel­nen Modu­len hin­aus, auch mit zwei Zer­ti­fi­ka­ten abge­schlos­sen wer­den.

  • „Schau­spiel im Ama­teur­thea­ter“
  • & „Spiel­lei­tung im Ama­teur­thea­ter (BuT)“

Diese wer­den mit einer Haus­ar­beit abge­schlos­sen. Das Thema der Arbeit wird in Abspra­che mit dem Prü­fer fest­ge­legt und muss in Bezug zu den Inhal­ten der jewei­li­gen Zer­ti­fi­zie­rung ste­hen. Alter­na­tiv kann die Haus­ar­beit in Form einer Pro­jekt­be­schrei­bung (Pro­zess einer Insze­nie­rung in den 4 Schrit­ten Kon­zept – Spiel­ent­wick­lung – Durch­füh­rung – Aus­wer­tung) zu einer aktu­el­len Pro­duk­ti­on erstellt wer­den. Der Umfang der Haus­ar­beit soll­te im Text­teil 15 Sei­ten (Zei­len­ab­stand 1,5, Schrift­grö­ße 12 pt.) umfas­sen. Been­det wird das Prü­fungs­ver­fah­ren mit einem Kol­lo­qui­um (45 Minu­ten), das all­ge­mei­ne thea­ter­theo­re­ti­sche Fra­ge­stel­lun­gen sowie eine Ver­tei­di­gung der Haus­ar­beit zum Inhalt hat.

Der Abschluss „Spiel­lei­tung im Ama­teur­thea­ter“ wird gemäß den Richt­li­ni­en des Bun­des­ver­ban­des Thea­ter­päd­ago­gik als „Grund­la­gen­bil­dung in Thea­ter­päd­ago­gik“ im Rah­men des qua­li­fi­zier­ten Berufs­ab­schlus­ses Thea­ter­päd­ago­ge BuT® aner­kannt.

Kos­ten der Fort­bil­dung

Die Kos­ten für die ein­zel­nen Semi­na­re und mög­li­che Ermä­ßi­gun­gen wer­den vom jewei­li­gen Ver­an­stal­ter (BDAT, Mit­glieds­ver­bän­de) fest­ge­legt und sind den aktu­el­len Kurs­pro­gram­men oder Semi­n­ar­aus­schrei­bun­gen zu ent­neh­men.

Aner­ken­nung von
Fort­bil­dungs­an­ge­bo­ten Drit­ter

Die Aner­ken­nung von Fort­bil­dungs­an­ge­bo­ten Drit­ter erfolgt über die Geschäfts­stel­le. Diese prüft auf Anfra­ge die Semi­nar­an­ge­bo­te von außer­halb des BDAT durch­ge­führ­ten Fort- und Wei­ter­bil­dungs­maß­nah­men. Auf Nach­fra­ge von Fort­bil­dungs­teil­neh­mern kön­nen ein­zel­ne Semi­na­re von Drit­ten für das Fort­bil­dungs­pro­gramm des BDAT aner­kannt wer­den. Vor­aus­set­zung hier­für sind Anga­ben über Titel der Ver­an­stal­tung, Inhal­te des Semi­nars, Anga­ben über den Dozen­ten und Infor­ma­ti­on über den zeitlich-formalen Umfang des Semi­nars.

Im Rah­men der „Fort­bil­dung inter­na­tio­nal“ wer­den ins­be­son­de­re Semi­na­re und Work­shops fol­gen­der Ver­an­stal­tun­gen aner­kannt:

// Thea­t­re inte­gra­tes peop­le (TIP), euro­päi­sche Thea­ter­work­shop­wo­che
// EDERED, 1-2 wöchi­ge euro­päi­sche Thea­ter­frei­zeit mit inter­na­tio­na­len Work­shops für Kin­der und Jugend­li­che
// Thea­ter­wel­ten Rudol­stadt, Inter­na­tio­na­les Thea­ter­fes­ti­val des BDAT mit inter­na­tio­na­len Work­shops und Fach­ta­gung
// Inter­Cul­tour, deutsch-französisches Jugend­thea­ter­pro­jekt des BDAT und dem fran­zö­si­schen Part­ner­ver­band FNCTA
// Thea­tra­le Ellip­se der Krea­ti­vi­tät (TEK), pol­ni­sch – deut­sches Thea­ter­fes­ti­val mit Work­shops in Poli­ce, Polen als Koope­ra­ti­ons­pro­jekt des BDAT mit dem pol­ni­schen Part­ner­ver­band Fund­ac­ja Graj
// Baby­lon 4, ein­wö­chi­ge Jugend­thea­ter­be­geg­nung der AddA (Arbeits­ge­mein­schaft der deutsch­spra­chi­gen Ama­teur­thea­ter­ver­bän­de)

Fol­gen­de Ver­an­stal­tun­gen wer­den im BDAT-Fortbildungsprogramm als testat­fä­hi­ge Kurse aner­kannt. Dar­über hin­aus bie­ten die Mit­glieds­ver­bän­de umfang­rei­che Pro­gram­me an, deren Kurse größ­ten­teils auch im Rah­men der Aus­bil­dung des BDAT aner­kannt wer­den.

0306Jan // 19
Fortbildung, Innsbruck / Österreich

Inter­kurs 2019

3002Mai - Jun // 19
Kinder- & Jugendtheater, DJH Jugendgästehaus Wetzlar, Wetzlar

43. BDAT MUL­TI­PLI­KA­TO­REN­SCHU­LUNG 2019

Ver­an­stal­ter: Bund Deut­scher Ama­teur­thea­ter e.V.

mehr
1317Okt // 19
1820Okt // 19

Noch nicht ter­mi­nier­te Ver­an­stal­tun­gen sind hier nicht auf­ge­lis­tet. Diese wer­den aller­dings zu gege­be­ner Zeit an die­ser Stel­le hin­zu­ge­fügt.

Stu­di­en­brie­fe

// Kultur- und Bil­dungs­po­li­tik (Autor: Lars Göh­mann)
// Ver­eins­ma­nage­ment (Autor: Andre­as Lie­sin­ger)
// Pro­duk­ti­ons­ma­nage­ment (Autor: Mar­kus Bas­sen­hor­st)

Folgende Studienbriefe werden derzeit nicht verkauft. Es ist vorgesehen, sie durch eine kommentierte Literaturliste zu ersetzen. Den derzeitigen Bearbeitungsstand erfragen Sie bitte bei BDAT Bildungsreferent Dominik Eichhorn (eichhorn@bdat.info).
// Thea­ter­theo­rie (Autor: Lars Göh­mann)
// Theo­rie der Thea­ter­päd­ago­gik (Autor: Lars Göh­mann)
// Kul­tur­ma­nage­ment I – Manage­ment , Recht, Kul­tur­fi­nan­zie­rung (Auto­ren: Eli­sa­be­th Har­wart, Norbert Rader­ma­cher)
// Kul­tur­ma­nage­ment II – Öffent­lich­keits­ar­beit (Autor: Jürgen Baum­gar­ten)

Kos­ten

Je Stu­di­en­brief 34,50 Euro (54,50 Euro für Nicht-Mitglieder)
BDAT-Mitglieder kön­nen die 5 Stu­di­en­brie­fe im Paket für 150,00 Euro erhal­ten.

Mit dem Kauf von Stu­di­en­brie­fen wird eine Quit­tung aus­ge­stellt, die gleich­zei­tig als Bele­gungs­nach­weis für das Testat­heft der BDAT-Fortbildung „Ama­teur­thea­ter“ gilt.

Bei Inter­es­se wen­den Sie sich bitte an unten genann­ten Kon­takt.

Info & Kontakt:

Bund Deut­scher Ama­teur­thea­ter e.V.
Stef­fen Hirsch
Kinder- & Jugend­thea­ter
BDAT-Fortbildung
KSK Aus­gleichs­ver­ei­ni­gung
Lüt­zow­platz 9 // 10785 Berlin

Fon 030 263 985 9 - 15
Fax 030 263 985 9 - 19

hirsch@bdat.info
www.bdat.info