amarena 2022
KATE­GO­RIE 1 : Dar­stel­len­de Künste
amarena 2022
KATE­GO­RIE 2 : Dar­stel­len­de Küns­te mit Kin­dern
und/oder Jugend­li­chen
amarena 2022
KATE­GO­RIE 3 : Dar­stel­len­de Küns­te mit Senior*innen
amarena 2022
KATE­GO­RIE 4 : Dar­stel­len­de Küns­te in Zei­ten der Pan­de­mie
amarena 2022
KATE­GO­RIE 5 : #wir­wer­den­wie­der - Wir­ken eines Ama­teur­thea­ters in Zei­ten der Pan­de­mie
amarena 2022
Son­der­preis : #con­nect - Ama­teur­thea­ter ver­bin­det! (gestif­tet von Thea­ter­le­ben e.V.)
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amarena

Kura­to­ri­um

Das amarena-Kura­to­ri­um setzt sich aus Exper­tin­nen und Exper­ten des Ama­teur­thea­ters, der frei­en Thea­ter­sze­ne und der Thea­ter­päd­ago­gik zusam­men. Das Kura­to­ri­um ent­schei­det u. a. über die För­de­rung von Pro­jek­ten im Rah­men der Inno­va­ti­ons­för­de­rung. Des Wei­te­ren wählt das Kura­to­ri­um aus den nach der Aus­schrei­bung ein­ge­hen­den Bewer­bun­gen für den Deut­schen Ama­teur­thea­ter­preis die Nomi­nier­ten aus.

Bei­trag aus Spiel&Bühne 2/2018 von Domi­nik Eichhorn:

down­load pdf // Deut­scher Ama­teu­thea­ter­preis & Inno­va­ti­ons­för­de­rung, Ein­bli­cke in die Arbeit des Kura­to­ri­ums und der Jury

Julian Baufeldt Theaterpädagoge & Webvideoproduzent / Vorstandsmitglied in der Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Spiel & Theater
Grit Feller Regisseurin Theaterclub Kattendorf / Spielerin
Frank Grünert Kuratoriumsvorsitzender amarena / Vizepräsident BDAT / Vorsitzender Thüringer Theaterverband / Regisseur / Schauspieler
Dr. Marcus O. Klein Kultur- und Bildungsmanager / Spielleiter im Amateurtheater / Schauspieler / Oberarzt
Manuela Morlok Kulturwissenschaftlerin und Theaterpädagogin am Volkstheater Rostock / Vorstandsmitglied im Landesverband Spiel & Theater Mecklenburg-Vorpommern
Jürgen Peter Regisseur / Autor / Spieler / Vizepräsident Verband Bayerischer Amateurtheater (VBAT) Nord
Dr. phil. Birte Werner Programmleiterin Darstellende Künste an der Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel / Dramaturgin
Isa Kathrin Edelhoff BKM, Referat für Musik, Darstellende Künste, Sonderbereiche (nicht stimmberechtigt)
Dominik Eichhorn BDAT-Bildungsreferent / Medienwissenschaftler / Theater- und Kulturvermittler / Regisseur (nicht stimmberechtigt)

Das Kura­to­ri­um 2021 stellt sich vor:

Julian Baufeldt

Juli­an Baufeldt

Mein Name ist Juli­an Bau­feldt. Ich bin Thea­ter­päd­ago­ge und Web­vi­deo­pro­du­zent und stu­die­re der­zeit den Mas­ter of Edu­ca­ti­on mit den Fächern Dar­stel­len­des Spiel und Deutsch an der Leib­niz Uni­ver­si­tät Han­no­ver. Meine per­sön­li­chen Schwer­punk­te lie­gen in den Berei­chen der Kinder- und Jugend­bil­dung sowie der Demo­kra­tie­stär­kung. In mei­ner bis­he­ri­gen Arbeit konn­te ich bei­spiels­wei­se für das Pro­jekt #sprach­ler­nend­esspiel der Frage nach­ge­hen, wie man mit­hil­fe des Thea­ters den Sprach­er­werb und nicht zuletzt die Selbst­wirk­sam­keit geflüch­te­ter Schüler*innen för­dern kann. Dar­über hin­aus hatte ich in den ver­gan­ge­nen Jah­ren die Chan­ce, als Koor­di­na­tor und Spiel­lei­ter für Pro­jek­te der Lan­des­haupt­stadt Han­no­ver tätig zu sein. Hier konn­te ich mit Jugend­li­chen zu ver­schie­de­nen The­men­be­rei­chen der Demo­kra­tie arbei­ten oder über die Ent­wick­lung eines Radio­bal­letts thea­tra­le Zugän­ge auf die han­no­ver­sche Ver­gan­gen­heit erpro­ben. Das amarena-Kura­to­ri­um unter­stüt­ze ich als Stell­ver­tre­ter für die Bun­des­ar­beits­ge­mein­schaft (BAG) Spiel & Theater.

Was ist gutes Ama­teur­thea­ter für dich?

„Für mich ist es uner­heb­lich, mit wel­chem Bud­get ein Pro­jekt rea­li­siert wird, wie groß die Bühne oder wie zahl­reich die Zuschauer*innen sind. Gutes Thea­ter beschützt, beför­dert und reprä­sen­tiert die Viel­falt unse­rer Gesell­schaft. Es führt Men­schen zusam­men und trägt den muti­gen Idea­lis­mus in sich, dass Thea­ter etwas bewe­gen und sogar ver­än­dern kann. Gutes Ama­teur­thea­ter ver­sucht nicht nur, das Publi­kum zu errei­chen; es trägt zur ste­ti­gen Ent­wick­lung der Akteur*innen selbst bei.“

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Frank Grünert

Seit ich den­ken kann, hat mich das Thea­ter ange­zo­gen, fas­zi­niert und beglei­tet. Es ist der wich­tigs­te Teil mei­nes Lebens. Schon als Kind habe ich im Gar­ten mei­nes Opas, in der Kirch­ge­mein­de und in der Schu­le Thea­ter gespielt. Im Stadt­thea­ter trat ich als Klein­dar­stel­ler auf und lei­te­te den Jugendklub.
Mit 15 Jah­ren stand ich das erste Mal auf der gro­ßen Bühne des Ama­teur­thea­ters in Rudol­stadt, des­sen Lei­tung mir 1982 anver­traut wurde und aus dem 1991 der über­re­gio­nal erfolg­rei­che theater-spiel-laden her­vor ging. Dort insze­nier­te ich zahl­rei­che Stü­cke, die auch zu Fes­ti­vals ein­ge­la­den und zum Teil mit Prei­sen aus­ge­zeich­net wur­den. Ich gewin­ne, moti­vie­re, för­der­te und präge immer wie­der junge Ensem­ble­mit­glie­der. Unter der Regie pro­fi­lier­ter Regisseur*innen habe ich selbst leh­rei­che Erfah­run­gen gesam­melt und die ver­schie­dens­ten Rol­len gespielt.
Ich enga­gie­re mich ehren­amt­lich als Vor­sit­zen­der des Thü­rin­ger Thea­ter­ver­ban­des und als Vize­prä­si­den­ten des Bun­des Deut­scher Ama­teur­thea­ter. Im Rah­men die­ser Wahl­funk­tio­nen leite ich seit 25 Jah­ren bun­des­wei­te und inter­na­tio­na­le Fes­ti­vals, deren Kon­zep­te ich mit­ent­wi­ckelt habe. Das Pro­jekt amarena beglei­te ich als Kura­to­ri­ums­vor­sit­zen­der, Mit­glied der Preis­ju­ry und Künst­le­ri­scher Lei­ter des Preis­trä­ger­fes­ti­vals. Haupt­be­ruf­lich arbei­te ich als Ver­an­stal­tungs­re­fe­rent mei­ner Heimat- und Schil­ler­stadt Rudol­stadt, in der auch von mir gelei­te­te Fes­ti­vals aus der Taufe geho­ben und im Thü­rin­ger Lan­des­thea­ter prä­sen­tiert wur­den: die Euro­päi­schen Ama­teur­thea­ter­ta­ge (1995), das Deut­sche Kinder-Theater-Fest (2004) und das inter­na­tio­na­le Fes­ti­val THEA­TER­WEL­TEN (2015). In die­sem Jahr ver­an­stal­ten wir die bien­na­len Thea­ter­wel­ten zum drit­ten Mal in Rudolstadt.

Was ist gutes Ama­teur­thea­ter für dich?

„Gutes Ama­teur­thea­ter machen ist für mich Ver­ant­wor­tung, Her­aus­for­de­rung, Neu­gier, Suche, Ent­de­ckung, Hin­ga­be, Ver­aus­ga­bung, Erfül­lung, eine Lebens-Schule: eine ganz beson­de­re künst­le­ri­sche Form, mit­ein­an­der zu kom­mu­ni­zie­ren und zu kooperieren.
Ent­schei­dend für gelun­ge­ne Insze­nie­run­gen sind Regisseur*innen, die mit ihrer Hand­schrift, ihrem Gespür im Umgang mit Inhalt und Form, die jewei­li­ge Grup­pe hin­ter einen Gedan­ken und zu einer Geschlos­sen­heit brin­gen, ohne das Indi­vi­du­el­le ihrer Darsteller*innen aus dem Blick zu verlieren.
Eine Auf­füh­rung bein­druckt mich, wenn die Dar­stel­len­den ihre Rol­len dif­fe­ren­ziert und authen­tisch gestal­ten und als spiel­freu­di­ges Ensem­ble überzeugen.“

Foto: © Lichtbild-Atelier

Grit Fel­ler

Thea­ter spie­le ich seit der vier­ten Grund­schul­klas­se in allen Facet­ten und Gen­res. Seit ich auf dem Land lebe, habe ich mich spe­zi­ell dem Platt­deut­schen Thea­ter ver­schrie­ben, so bin ich 1985 in den Thea­ter­club Kat­ten­dorf in Schleswig-Holstein gekom­men und in 2. Runde Grün­dungs­mit­glied. Mein Reper­toire hat sich erwei­tert auf hoch­deut­sche Stü­cke, Sket­che mit der mobi­len Sketch­grup­pe Cara­va­ne und beson­ders gern auf die Mit­wir­kung in beson­de­ren Stü­cken der Stu­dio­büh­ne „Kammerspieler*innen“. Seit eini­gen Jah­ren über­neh­me ich auch Regie in den ein­zel­nen Grup­pen und biete Fort­bil­dun­gen für die Kinder- und Jugend­grup­pe an. Beruf­lich bin ich tätig als Erzie­he­rin und Dia­ko­nin im sozi­al­päd­ago­gi­schen Bereich.

Was ist gutes Ama­teur­thea­ter für dich?

Für mich bedeu­tet gutes (Amateur-)Theater Spie­len mit Lei­den­schaft, eine hohe künst­le­ri­sche Qua­li­tät und das Umset­zen von Stü­cken, die eine zwei­te Ebene mit Tief­gang haben: Dies beson­ders im Hin­blick sowohl auf hoch- als auch platt­deut­sche Komö­di­en, die in ihren Insze­nie­run­gen auf kei­nen Fall flach oder plump sein dür­fen. Bei allem Anspruch darf aber nicht außer Acht gelas­sen wer­den, dass die Spieler*innen vor allem Freu­de an der Thea­ter­ar­beit haben sol­len. Stück­wahl und Arbeits­wei­se müs­sen dies berück­sich­ti­gen. Unser Grund­ge­dan­ke, anspruchs­vol­les Thea­ter auf dem Dorf anzu­bie­ten, trägt uns und damit unse­ren Thea­ter­bau, den wir 2009 eröff­net haben. Deutsch­lands kleins­tes Dorf mit einem eige­nen Thea­ter – das ist Ver­pflich­tung und Ansporn.

Dr. Mar­cus O. Klein

„Thea­ter bewegt“ ist das Motto, das das Ama­teur­thea­ter beglei­tet. Eben­so beschreibt es den Weg, der mich nun­mehr in das Kura­to­ri­um geführt hat. Büch­ners „Woy­zeck“ war die erste Insze­nie­rung, die mich damals im Schul­fach „Dar­stel­len­des Spiel“ mit dem Thea­ter in Kon­takt gebracht hat. Es folg­ten viele klei­ne­re künst­le­ri­sche Ein­sät­ze, ehe ich zu Beginn der 2000er beim Kie­ler Werkstatt-Theater e. V. fes­tes Ensemble-Mitglied wurde. Vor und hin­ter der Bühne setz­ten wir uns mit Sart­re, Brecht, Chris­tie, Mil­ler und ande­ren aus­ein­an­der. Par­al­lel besuch­te ich zur kon­ti­nu­ier­li­chen Wei­ter­ent­wick­lung zahl­rei­che Fort­bil­dun­gen bis ich mich auch  „Spiel­lei­ter im Ama­teur­thea­ter“ nen­nen durf­te. Ergän­zend absol­vier­te ich an der Uni­ver­si­tät Ham­burg das Zer­ti­fi­kats­stu­di­um Kultur- und Bil­dungs­ma­nage­ment. Mehr­mals durf­te ich auch bereits als Jury-Mitglied Preis­trä­ger im Kultur- und Ehren­amts­be­reich auswählen.

Zuletzt war ich über vier Jahre Prä­si­dent des Lan­des­ver­ban­des der Ama­teur­thea­ter Schleswig-Holstein, ehe ich Ende 2020 die­ses Amt in wei­te­re gute Hände über­ge­ben konnte.

Als gebür­ti­ger Ham­bur­ger lebe ich noch immer dort und habe mich gesell­schaft­lich seit nun­mehr 33 Jah­ren im Ehren­amt enga­giert (u. a. Lan­des­vor­sitz Evan­ge­li­sche Jugend, Jugend­wart und Abtei­lungs­lei­ter im viert­größ­ten Ham­bur­ger Sport­ver­ein). Beruf­lich arbei­te ich als lei­ten­der Ober­arzt in der Kinder- und Jugend­me­di­zin in einem Universitätsklinikum.

Was ist gutes Ama­teur­thea­ter für dich?

Gutes Ama­teur­thea­ter hält der Gesell­schaft ihren Spie­gel vor, erfin­det sich immer wie­der neu, unter­stützt die künst­le­ri­sche Bil­dung, ver­steht sich auch als genera­ti­ons­ver­bin­den­des Ange­bot und bewahrt Tra­di­tio­nen in den dar­stel­len­den Küns­ten. Es wen­det sich an alle Bevöl­ke­rungs­tei­le und stärkt in allen, oft ent­le­ge­nen Regio­nen den Erhalt der Kultur.

Dar­über­hin­aus trägt es in erheb­li­chem Maße zur Per­sön­lich­keits­bil­dung und -ent­wick­lung der Akti­ven bei.

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Manue­la Morlok

Wie viele ande­re spiel­te ich bereits in der Schul-AG lei­den­schaft­lich gerne Thea­ter, dann spä­ter in einer klei­nen stu­den­ti­schen Thea­ter­grup­pe an der Uni Tübin­gen, die zeit­ge­nös­si­sche Stü­cke auf die Bühne brach­te. Doch Schau­spie­lern als Hobby reich­te mir irgend­wann nicht mehr aus und ich schnup­per­te in ver­schie­de­ne Thea­ter­be­ru­fe – schnell war ich „vom Thea­ter­vi­rus infi­ziert“. Mein Weg führ­te mich von der Regie­as­sis­tenz am Kinder- und Jugend­thea­ter des Tübin­ger Lan­des­thea­ters über ver­schie­de­ne Sta­tio­nen, ver­schie­de­ne Abtei­lun­gen. Die für mich bedeu­tends­ten waren Assis­ten­zen am Staats­thea­ter Stutt­gart, die Arbeit an der Oper Han­no­ver und die Mit­ar­beit bei inter­na­tio­na­len Fes­ti­vals wie z. B. der Tanz­platt­form. Dort erhielt ich Ein­bli­cke in viele ver­schie­de­ne Berei­che des Thea­ters, von der Künstler*innenbetreuung bis hin zur Ton­ab­tei­lung, doch die Kul­tur­ver­mitt­lung hat es mir letzt­end­lich ange­tan. Nach mei­nem Stu­di­um der Kul­tur­päd­ago­gik in Hil­des­heim zog es mich an die Ost­see, wo ich seit über zehn Jah­ren lebe und arbei­te. Bis 2016 lei­te­te ich ver­schie­de­ne Kurse und Pro­jek­te für Kin­der und Jugend­li­che in der Regi­on Vorpommern-Rügen und am Thea­ter­päd­ago­gi­schen Zen­trum in Stral­sund. Dort insze­nier­te ich regel­mä­ßig mit Ama­teu­ren Stü­cke für ein jun­ges Publi­kum. Seit der Geburt unse­res Soh­nes vor drei Jah­ren lebe ich in Ros­tock und arbei­te in Teil­zeit am Volks­thea­ter Ros­tock als Thea­ter­päd­ago­gin sowie frei­be­ruf­lich mit Kin­dern und Jugend­li­chen an Ros­to­cker Schu­len und Freizeiteinrichtungen.

Was ist gutes Ama­teur­thea­ter für dich?

„Gutes (Amateur-)Theater zeich­net sich für mich vor allem dadurch aus, dass es nicht nur den Kopf, son­dern auch meine Emo­tio­nen anspricht und dass die Men­schen auf, neben und hin­ter der Bühne gemein­sam mit Lei­den­schaft, Per­sön­lich­keit und Enga­ge­ment agieren.“

Jürgen Peter

Jürgen Peter

 

Der Zufall hat mich vor 50 Jah­ren an das Ama­teur­thea­ter geführt und nicht mehr los­ge­las­sen. In der Zeit durf­te ich weit über 60 unter­schied­li­che Cha­rak­te­re ver­kör­pern und über 100 Insze­nie­run­gen mit einem guten Dut­zend Ensem­bles ver­wirk­li­chen. Die Palet­te reich­te vom Thea­ter für und mit Kin­dern über Stra­ßen­thea­ter, his­to­ri­sches Stadt­spiel, Frei­licht­schau­spiel bis hin zum Thea­ter in Knei­pen und Kirchen.

Zahl­rei­che Wei­ter­bil­dungs­maß­nah­men an ver­schie­de­nen Insti­tu­ten haben dazu geführt, dass ich wäh­rend mei­ner beruf­li­chen Tätig­keit als Leh­rer als Lehr­be­auf­trag­ter im Bereich ‚Dra­ma­ti­sches Gestal­ten‘ an die Uni­ver­si­tät Bay­reuth und an das Staats­in­sti­tut zur Aus­bil­dung von För­der­leh­rern beru­fen wurde. In dem Zusam­men­hang bin ich auch als Fort­bil­dungs­re­fe­rent vor­wie­gend für den BDAT tätig.

Meine eige­nen Büh­nen­fas­sun­gen sind zum Teil im VVB (Ver­triebs­stel­le und Ver­lag Deut­scher Büh­nen­schrift­stel­ler, Anm. d. Red.) ver­legt und kamen an zahl­rei­chen Ver­bands­büh­nen zur Auf­füh­rung. 2016 wurde mir der Kul­tur­preis des Land­krei­ses Kulm­bach verliehen.

Was ist gutes Ama­teur­thea­ter für dich?

Gutes Ama­teur­thea­ter fin­det für mich da statt, wo sich eige­nes Anspruchs­den­ken des Ensem­bles und Niveau der Insze­nie­run­gen die Waage hal­ten. Dort, wo das der Fall ist, muss mich eine Insze­nie­rung fes­seln, berüh­ren, Emo­tio­nen bei mir wecken, muss Lust auf mehr machen. In mei­ner eige­nen Thea­ter­ar­beit ver­su­che ich, ein Zitat aus Goe­thes Faust, ers­ter Teil, zu verwirklichen:

Wenn ihr’s nicht fühlt,

ihr werdet’s nicht erjagen,

Wenn es nicht aus der Seele dringt

Und mit urkräf­ti­gem Behagen

Die Her­zen aller Hörer zwingt.

Birte Werner, BA Wolfenbüttel, 10.06.2014

Birte Wer­ner

Ich bin Dra­ma­tur­gin, zer­ti­fi­zier­ter Coach (IHK) und seit 2012 Pro­gramm­lei­te­rin Dar­stel­len­de Küns­te der Bun­des­aka­de­mie für Kul­tu­rel­le Bil­dung Wol­fen­büt­tel, einer Wei­ter­bil­dungs­ein­rich­tung für Kunst, Kul­tur und ihre Vermittler*innen. Für die Aka­de­mie kon­zi­pie­re ich Work­shops, Fach­fo­ren und Tagun­gen in den Berei­chen Thea­ter, Tanz und Film. Eige­ne Lehr­tä­tig­kei­ten ver­fol­ge ich an Hoch­schu­len, zudem bin ich Mit­glied in Kura­to­ri­en und Fes­ti­val­ju­rys. Gemein­sam mit Yves Regen­ass (machi­na eX) habe ich die Qua­li­fi­zie­rungs­rei­he „Gameplay@stage“ ent­wi­ckelt, die u. a. der Frage nach­geht, was für Thea­ter­for­men, Erzähl­wei­sen und par­ti­zi­pa­ti­ven Poten­tia­len an der Schnitt­stel­le zwi­schen Thea­ter und (Computer)Spielen neu ent­ste­hen und wie sie sich für das Thea­ter nut­zen lassen.

Was ist gutes Ama­teur­thea­ter für dich?

„Tol­les Ama­teur­thea­ter ist für mich ein Pro­jekt, das aus dem Inter­es­se und den The­men aller Betei­lig­ten erwächst, an einem beson­de­ren Ort zuhau­se ist und die Welt im Her­zen trägt.“

Info & Kontakt:

Bund Deutscher Amateurtheater e. V.
Melvin Neumann
amarena – Deutscher Amateurtheaterpreis
Innovationsförderung
Senior*innentheater
Lützowplatz 9 // 10785 Berlin

Fon 030 263 98 59 - 17
Fax 030 263 98 59 - 19

neumann@bdat.info
www.bdat.info

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