Laut werden! Aber wer, wohin und wie?

Treffen der Verbände 2026

Teilnehmende des Treffens der Verbände in Berlin 2026.

Vom 13. bis 15. März 2026 hat in Berlin das diesjährige Treffen der Verbände des BDAT stattgefunden. Etwa 30 Vertreter*innen der Landesverbände aus dem gesamten Bundesgebiet kamen zusammen, um sich auszutauschen, aktuelle Themen der Amateurtheaterszene zu diskutieren und gemeinsame Perspektiven für die zukünftige Verbandsarbeit zu entwickeln.

Den Auftakt bildete der Freitagabend im Konferenzraum der BDAT-Geschäftsstelle, nachdem das Bundespräsidium des BDAT bereits am Nachmittag getagt hatte. Zum Einstieg stand im Rahmen der Neukonzeption des Deutschen Amateurtheaterpreises amarena eine intensive Gesprächsrunde zu den Qualitäten im Amateurtheater auf dem Programm. Die Diskussion bot Raum für unterschiedliche Perspektiven auf das, was Amateurtheater künstlerisch, sozial und gesellschaftlich auszeichnet.

Am Samstag setzte sich das Programm im JugendKulturZentrum Pumpe fort, das sich in unmittelbarer Nähe der Geschäftsstelle des BDAT befindet. Nach einem gemeinsamen Warm-up startete der inhaltliche Teil mit mehreren Impulsvorträgen. Themen waren unter anderem das dachverbandliche Schutzkonzept, das im April 2026 veröffentlicht werden soll, sowie internationale Perspektiven des Amateurtheaters vor dem Hintergrund aktueller kulturpolitischer Entwicklungen.

Besondere Akzente setzten die Beiträge von Kathrin Schremb vom Thüringer Theaterverband und Marcus Joos vom Landesverband Amateurtheater Baden-Württemberg. In ihren Impulsen mit dem Titel „Laut werden! Aber wer, wohin und wie?“ widmeten sie sich dem Thema Lobbyarbeit für das Amateurtheater und zeigten Möglichkeiten auf, auch und insbesondere in der aktuellen kulturpolitischen Situation die Sichtbarkeit, Standhaftigkeit und Kooperationen des Amateurtheaters zu stärken.

An die Vorträge schloss sich eine Gruppenarbeitsphase an, in der verschiedene Themen vertieft wurden. Neben Lobbying ging es unter anderem um die Idee eines bundesweiten Tages des Amateurtheaters, der 2027 erstmals stattfinden soll, sowie um Fortbildungsangebote und neue Vernetzungsformate innerhalb des Verbandssystems. Die Ergebnisse der einzelnen Gruppen wurden anschließend im Plenum zusammengetragen und diskutiert.

Natürlich durfte auch das Theater selbst nicht fehlen: Am Samstagabend besuchten die Teilnehmenden eine Vorstellung in der Neuköllner Oper. Dort stand das Stück „Sterben ist auch nicht das, was es mal war“ der traditionsreichen Berliner Amateurbühne Vineta auf dem Programm.

Der Sonntag bildete den dritten und letzten Tag des Treffens. Am Morgen gaben zunächst die Landesverbände Einblicke in aktuelle Entwicklungen, Projekte und Herausforderungen der Amateurtheaterszene in den verschiedenen Regionen Deutschlands. Darüber hinaus beschäftigten sich die Teilnehmenden in einem Vortrag mit dem generationsoffenen Bundesfreiwilligendienst im Amateurtheater und den Möglichkeiten, diesen Einsatz künftig noch stärker zu nutzen.

Zum Abschluss des Treffens stand noch ein besonderer Punkt auf dem Programm: Frank Weymann aus Schauenburg in Hessen wurde für sein langjähriges Engagement im Amateurtheater mit der Goldene Maske des BDAT ausgezeichnet. Die Ehrung würdigte seinen herausragenden Einsatz, insbesondere im Bereich Öffentlichkeitsarbeit und als Fotograf, und bildete einen festlichen Abschluss eines intensiven und inspirierenden Wochenendes.

Der BDAT dankt allen Teilnehmenden für ihre Beiträge, die lebendigen Diskussionen und das große Engagement. Das Treffen der Verbände hat auch in diesem Jahr einmal mehr gezeigt, wie wichtig, bestärkend und fruchtbar der persönliche Austausch der Engagierten und die Zusammenarbeit innerhalb des Verbandes für die Weiterentwicklung und Sichtbarkeit des Amateurtheaters in Deutschland sind.