Forderung eines Amateurtheaterfonds

Amateurtheater brauchen politische Unterstützung

BDAT und Berliner Amateurbühnen bei RBB & Tagesschau

Ein Beitrag, der vergangenen Donnerstag auf radio eins (RBB) und am Freitag bei tagesschau erschienen ist, zeigt, worauf wir schon länger hinweisen: Die Rahmenbedingungen für Amateurtheater verschlechtern sich kontinuierlich. Fehlende Spiel- und Probenräume, steigende Betriebskosten und eine Förderlandschaft, die das Amateurtheater bislang kaum berücksichtigt, bringen viele Ensembles an ihre Belastungsgrenzen.

Diese Entwicklung ist kulturpolitisch alarmierend. Amateurtheater sind Orte ehrenamtlichen Engagements, kultureller Bildung und gesellschaftlicher Teilhabe. Wenn Ensembles Produktionen nicht mehr realisieren können oder Vereine gar aufgeben müssen, geht ein zentraler Bestandteil kultureller Infrastruktur verloren. 

Wir haben uns sehr gefreut, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk die Problematik thematisiert und unter anderem unsere Geschäftsführerin Irene Ostertag sowie Jacqueline Demircan vom Verband Berliner Amateurbühnen e. V.  und der Amateurbühne Vineta 1900 e. V. in dem Beitrag zu Wort gekommen sind. 

Nachdrückliche Forderung eines Amateurtheaterfonds

Wir fordern nachdrücklich die Einrichtung eines Amateurtheaterfonds auf Bundesebene. Ein niedrigschwellig ausgestalteter Fonds könnte bundesweit große Wirkung entfalten und die Arbeit vieler Theatergruppen sichern. Denn Förderbeträge von wenigen tausend Euro entscheiden für viele Ensembles darüber, ob Theater überhaupt stattfinden kann.

Dass, wie dem Beitrag zu entnehmen ist, auf Bundesebene aktuell keine zusätzlichen Mittel für einen solchen Fonds vorgesehen sind, ist ein bedauerliches Signal an rund 200.000 ehrenamtlich engagierte Amateurtheaterschaffende in Deutschland. 

Wir werden die Forderung nach einem Amateurtheaterfonds weiterhin mit Nachdruck vertreten und freuen uns über eure Unterstützung! Teilt die erschienen Beiträge in euren Communities, werdet laut – auch in den Sozialen Medien – und macht auf die Finanzierungsproblematik für Amateurtheater sowie das Lösungsmodell „Fonds“ aufmerksam!