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Deut­scher Ama­teur­thea­ter­preis 2018

Der Bund Deut­scher Ama­teur­thea­ter e.V. (BDAT) schrieb 2018 zum fünf­ten Mal einen bun­des­wei­ten dotier­ten Preis für fol­gen­de Spar­ten aus:

  • // Schauspiel
  • // Kinder- und/oder Jugendtheater
  • // Seniorentheater
  • // Offene Theaterformen
  • // Gesamtwirken eines Amateurtheaters

Ziel ist es, die hohe Qua­li­tät und die viel­fäl­ti­ge Schaf­fens­kraft des Ama­teur­thea­ters der Öffent­lich­keit vor­zu­stel­len und über die künst­le­ri­sche Arbeit den gesell­schaft­li­chen Dis­kurs anzu­re­gen. Es wer­den Preis­gel­der in Höhe von ins­ge­samt 10.000 Euro ver­ge­ben. Bewer­ben konn­ten sich alle nicht pro­fes­sio­nel­len Ensem­bles der Dar­stel­len­den Kunst mit Insze­nie­run­gen, die zwi­schen dem 1. Febru­ar 2016 und 1. Febru­ar 2018 Pre­mie­re hat­ten.

Das Preis­trä­ger­fes­ti­val fand vom  27. bis 29. Sep­tem­ber 2018 in Leip­zig (Sach­sen) statt.

amarena 2018

Kate­go­rie Schau­spiel

Die bühne – das Thea­ter der TU Dres­den

// „Bur­ning Walls and Urgent Calls“von Mathi­as Kam­me­rer und Ensem­ble, 

Regie: Mathi­as Kam­me­rer

Eis essen. Eis: die Kälte, der Igno­rant der die Her­zen igno­riert. „Wenn die Welt unter­geht, machen wir‘s uns heut‘ noch mal schön!“- Worte eines über­sät­tig­ten Kai­sers, des Kriegs-Ignorierers Romu­lus (siehe Dür­ren­matt). Ein tur­bu­len­tes Spiel mit Ele­men­ten der come­dia und des grie­chi­schen Chors, der als eine Per­son fun­giert. Die  „Indi­vi­dua­li­tät“ der Geschlech­ter wird auf­ge­ho­ben. Nur der Sex bleibt, bie­tet aber kei­nen Aus­weg. In Zei­ten, in denen  Poli­ti­ker Ent­schei­dun­gen über Dinge fäl­len müs­sen, von denen sie nicht die gerings­te Ahnung haben, wo Macht und Lau­ter­keit nicht ver­ein­bar schei­nen, wo Fake und Rea­li­tät immer schwe­rer zu erken­nen sind – da ist diese Selbst­ent­wick­lung einer Bühne sehr beach­tens­wert.

Stück-Zitat: „Was für eine selbst­re­fe­ren­ti­el­le Schei­ße!!“, könn­te man mit eisi­ger Igno­ranz fest­stel­len. Aber es ist der bissig-sarkastische Auf­schrei einer Genera­ti­on, die so satt nicht unter­ge­hen will. Das ist ein Preis wert.

Text: Ulrich Schwarz

Kate­go­rie Senio­ren­thea­ter

Senio­ren­thea­ter in der Alt­stadt (SeTA), Düs­sel­dorf
// „Peer Gynt“ von Hen­rik Ibsen, 
Regie: Kath­rin Sie­vers

Die Thea­ter­grup­pe SeTA besticht in „Peer Gynt“ durch ihren pro­fes­sio­nel­len Anspruch an ihre Arbeit. Die abs­trak­te Aus­stat­tung ist ästhe­tisch anspre­chend und ermög­licht ein hohes Maß an sze­ni­scher Fle­xi­bi­li­tät. Äußerst bemer­kens­wert ist die Beset­zung: Peer Gynt wird von sechs männ­li­chen Dar­stel­lern unter­schied­li­chen Alters gespielt, sodass einer­seits der Alte­rungs­pro­zess der Figur auf der Bühne sicht­bar gemacht wird, ande­rer­seits ver­schie­de­ne Facet­ten der Figur ent­fal­tet wer­den kön­nen. Her­vor­zu­he­ben ist die sehr gute und pro­fes­sio­nel­le Füh­rung der Grup­pe (Regie: Kath­rin Sie­vers), die groß­ar­ti­ge schau­spie­le­ri­sche Leis­tun­gen der Spie­le­rin­nen und Spie­ler her­vor­bringt.

Text: Fried­rich Schir­mer

Kate­go­rie Kinder- und/oder Jugend­thea­ter

Die SCHOT­TE, Erfurt
// „Tschick“ von Robert Koall nach Wolf­gang Herrn­dorf, 
Regie: Mat­thi­as Thie­me

Die­ses junge Ensem­ble wagt sich, im Gegen­satz zu vie­len ande­ren Kinder- und Jugend­thea­ter­grup­pen an ein gan­zes Stück heran. Und das mit vol­lem Recht, denn hier wird qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ges Schau­spiel gebo­ten. Die fünf jun­gen Spie­le­rIn­nen lie­fern hier nicht nur eine glaub­wür­di­ge Inter­pre­ta­ti­on und Dar­stel­lung der im Stück vor­kom­men­den Cha­rak­te­re. Sie bewäl­ti­gen mit Leich­tig­keit und gro­ßer Spiel­lust schnel­le Rol­len­wech­sel, das Hin- und Her­sprin­gen zwi­schen der Erzähl­ebe­ne und sze­nisch situa­ti­vem Spiel und nicht zuletzt gelingt die Grad­wan­de­rung der Mischung aus Komik und Ernst, die die­ses beson­de­re Jugend­stück erfor­dert.

Die Stück­aus­wahl ist sehr gelun­gen, denn Tschick erzählt von The­men, die Jugend­li­che ange­hen und erle­ben, wie Pro­ble­me in der Fami­lie, in der Schu­le, das erste Ver­liebt sein, eige­ne Unsi­cher­hei­ten und Freund­schaft. Tschik ver­sam­melt diese The­men in einer Art Road­mo­vie, das zum einen inter­es­san­te Spiel­an­läs­se lie­fert, als auch auf sehr unpäd­ago­gi­sche Weise mit den The­men von Jugend­li­chen umgeht. So hat man den Ein­druck, dass die teil­neh­men­den Jugend­li­chen die Spiel­si­tua­tio­nen gut nach­voll­zie­hen kön­nen und mit vol­ler Ener­gie auf der Bühne ver­tei­di­gen kön­nen. An die­ser Stel­le ein Kom­pli­ment an die Spiel­lei­tung.

Text: Anna Hertz

Kate­go­rie offe­ne Thea­ter­for­men

Deutsch­or­dens­mu­se­um Bad Mer­gen­theim gGmbH
// „Odys­see des Lebens“, Stück­ent­wick­lung auf Grund­la­ge Homers Odys­see, 
Regie: Flo­ri­an Brand

Die Stück­ent­wick­lung „Odys­see des Lebens“ ver­bin­det die Flucht­ge­schich­ten der am Pro­jekt teil­neh­men­den Spie­ler mit Moti­ven aus Homers Odyssee. Die Insze­nie­rung nimmt die Form eines Sta­tio­nen­thea­ters an, wel­ches das Publi­kum selbst eine Reise antre­ten lässt: ange­fan­gen bei der Grenz­kon­trol­le bis hin­ter den Sta­chel­draht­zaun im Geflüch­te­ten­la­ger. Hier­bei erfah­ren die Zuschau­er ansatz­wei­se die mög­li­che Bedräng­nis, den Ver­lust von pri­va­tem Raum, die Ent­wür­di­gun­gen, die mit einer Flucht ein­her­ge­hen kön­nen, in teils bei­ßend kla­ren, teils wun­der­bar poe­ti­schen Bil­dern und durch­aus am eige­nen Leib, jedoch immer im geschütz­ten Rah­men des Spiels. Das Kura­to­ri­um emp­fin­det die äuße­re Form des Stücks als vor­bild­lich für die Kate­go­rie „Offe­ne Thea­ter­for­men“, die Erzähl­wei­se als unauf­dring­lich und schätzt die Inhal­te als span­nend, zeit­ge­mäß und fein­füh­lig auf­be­rei­tet ein.

Text: David Ari Nad­kar­ni

Kate­go­rie Gesamt­wir­ken eines Ama­teur­thea­ters

Theater-Club Kat­ten­dorf (Schleswig-Holstein)

Der Theater-Club Kat­ten­dorf e.V. ist ein Ama­teur­thea­ter bis in die kleins­te Faser des gemein­schaft­li­chen Mit­ein­an­ders – und das kleins­te Dorf Deutsch­lands mit einem eige­nen Thea­ter! In Kat­ten­dorf (Schleswig-Holstein) leben 860 Men­schen, ins­ge­samt 216 Mit­glie­der zählt der Thea­ter­ver­ein. Dabei wuchs der Ver­ein ste­tig, Kin­der wur­den zu Jugend­li­chen und schließ­lich zu jun­gen Erwach­se­nen – das Ange­bot erwei­ter­te sich, sodass der Ver­ein heute acht ver­schie­de­ne Thea­ter­grup­pen umfasst. Basis ist das Spiel auf Platt­deutsch, was jedoch ergänzt wird durch hoch­deut­sches Schau­spiel, tra­di­ti­ons­rei­che Thea­ter­klas­si­ker oder moder­ne Jugend­stü­cke. Im Jahr 1997 rea­li­sier­te der Ver­ein einen eige­nen Anbau, um Proben- und Auf­füh­rungs­flä­che zu gewähr­leis­ten – in Eigen­leis­tung und durch Unter­stüt­zung zahl­rei­cher Mit­glie­der. Zwölf Jahre spä­ter folg­te bereits die Eröff­nung des eige­nen Thea­ters.

Wenn der Dorf-Friseur die Maske über­nimmt, man das Kinder- und Dorf­fest mit Thea­ter bestückt, der (ehe­ma­li­ge) Bür­ger­meis­ter auch der Büh­nen­bau­er ist, der Bäcker im Ort Requi­si­ten stif­tet und sich ansäs­si­ge Unter­neh­men um die Über­nah­me des Kar­ten­vor­ver­kaufs rei­ßen – dann ist ein Ama­teur­thea­ter in der Regi­on ver­an­kert, ver­netzt und ange­kom­men. Die Mit­glie­der des Theater-Club Kat­ten­dorf zim­mern Büh­nen, zau­bern Kos­tü­me und Maske, sie lei­ten an und spie­len auf der Bühne. Dar­aus ist ein beacht­li­cher Spiel­be­trieb ent­stan­den, der ohne das ehren­amt­li­che Enga­ge­ment der zahl­rei­chen Ver­eins­mit­glie­der unmög­lich scheint.

Die­ses Ama­teur­thea­ter steht modell­haft für eine Ver­an­ke­rung von kul­tu­rel­lem Leben auf dem Lande, es zeich­net sich durch Kon­ti­nui­tät und eine star­ke Ver­net­zung in der Regi­on aus – Ama­teur­thea­ter ganz nah am Men­schen.

Text: Domi­nik Eich­horn und Frank Grünert

KATE­GO­RIE SCHAU­SPIEL

//Das klei­ne Thea­ter Essen: „Der Vor­na­me“ von Mat­t­hieu Del­apor­te und Alex­and­re de la Patel­liè­re

Ja, Thea­ter soll unter­hal­ten, aber eben nicht nur. Das wird in letz­ter Zeit oft miss­ver­stan­den unter der Über­schrift: „Die Leute wol­len lachen, sie haben es schwer genug!“ Also wird fla­ches Boulevard-Theater gemacht, mit Stammtisch-Witzchen: eine „Ver-Barthung“ der Kunst. Der Saal ist voll, die Kasse stimmt.

Dass es durch­aus ande­re Wege gibt, sein Publi­kum unter­halt­sam klü­ger zu ent­las­sen als es gekom­men ist, demons­triert diese Pro­duk­ti­on. Getra­gen von hoher Spiel­freu­de, pro­fes­sio­nel­ler Beherr­schung des Hand­werks, ent­wi­ckelt sich ein komisch-böses Zer­le­gen von „poli­ti­cal cor­rec­t­nes“. Hin­ter­fragt wer­den Bezie­hun­gen in der Fami­lie, Freund­schaft kommt auf den Prüf­stand – schwar­zer Humor, der in ein Happy-end mün­det. Aber nicht für uns: Wir wer­den mit einem Sta­chel im Kopf ent­las­sen. Der arbei­tet wei­ter in einer Zeit, wo sich die Gesell­schaft pola­ri­siert in rechts/links/neoliberal…und was noch? – Die Fra­gen, in hoher Spiel­qua­li­tät gestellt, sind preis­wür­dig.

Text: Ulrich Schwarz

 

//Freies Thea­ter Tem­pus fugit, Lör­rach: „Moby Dick“ von Her­man Mel­vil­le

Da ist ein Gerüst: das ist ein Schiff. Die Spie­ler: das sind See­leu­te ver­schie­de­ner Natio­na­li­tä­ten, ein Kapi­tän. Sie eint die Jagd auf den Wal, das Unge­heu­er, den „Feind“. Die Hier­ar­chie an Bord, die sozia­len Zwän­ge, die mensch­li­chen Unver­ein­bar­kei­ten, die Sehn­süch­te und Hoff­nun­gen – ein Mini-Kosmos, ein Abbild unse­rer Welt. Einer Welt, die heute genau­so zer­ris­sen erscheint, gelenkt von Mäch­ti­gen, die nur ihre Ziele ken­nen.

Ein Thea­ter­stück, in dem Kämp­fe aus­ge­tra­gen wer­den, die in ihrer rea­lis­ti­schen Spiel­wei­se über den Melville-Roman weit hin­aus­ge­hen. Ein Gleich­nis, das wir über­den­ken soll­ten. Der Gewinn für die Spie­ler ist zu sehen. Ihre Kraft und Kon­se­quenz über­trägt sich auf den Betrach­ter. Ein alter Stoff, zeit­los gemacht. Ein Preis als Aner­ken­nung eines Bei­spiels.

Text: Ulrich Schwarz

 

KATE­GO­RIE SENIO­REN­THEA­TER

//Hanseaten-Klub Bre­men: „Wind in den Pap­peln“ von Gérald Sibley­ras

Der Hanseaten-Klub Bre­men e.V. zeigt mit „Wind in den Pap­peln“ ein char­man­tes, selbst­iro­ni­sches Stück über fran­zö­si­sche Vete­ra­nen im Alters­heim. Die drei wer­den authen­tisch, mit allen Ticks und Marot­ten gezeigt und tre­ten in leb­haf­te, leben­di­ge Inter­ak­ti­on. Die Geschich­te behan­delt im Rück­blick auf das geleb­te Leben der Prot­ago­nis­ten gewich­ti­ge The­men wie ver­gan­ge­ne Lie­ben, Krank­heit, den Tod alter Bekann­ter oder den Krieg mit humor­vol­ler Leich­tig­keit. Dies wird teil­wei­se stark von den absurd erschei­nen­den Ängs­ten, die im Alter auf­kom­men kön­nen, getra­gen, teil­wei­se aber auch durch den abgeklärt-sachlichen Blick­win­kel erzählt, den man von Men­schen am Lebens­abend kennt. Das Kura­to­ri­um beur­teilt die Wahr­haf­tig­keit im Witz und die Ernst­haf­tig­keit im Spiel als vor­bild­lich für das Senio­ren­thea­ter und nomi­niert die Grup­pe des­halb für diese Kate­go­rie.

Text: David Ari Nad­kar­ni

 

//Spätzünder – Thea­ter der Erfah­run­gen, Berlin: „Schlaf­los in Berlin – Spät­zün­der im Bett“, Eigen­pro­duk­ti­on

Mit ihrem Pro­jekt „Schlaf­los in Berlin“ hat die Grup­pe Spät­zün­der eine Komö­die bzw. eine „musi­ka­li­sche Pyja­ma­par­ty“ über das Thema Schlaf­lo­sig­keit erar­bei­tet. Ein unprä­ten­tiö­ses und humor­vol­les Pro­jekt, das durch seine bemer­kens­wer­te Dra­ma­tur­gie, einen guten Span­nungs­bo­gen sowie die gute Text­fas­sung her­vor­sticht. Die ver­wen­de­ten thea­tra­len Mit­tel sind ein­fach, aber über­zeu­gend. Beson­ders posi­tiv her­vor­zu­he­ben ist die gute und bestän­di­ge Kom­mu­ni­ka­ti­on der Spie­le­rin­nen und Spie­ler mit dem Publi­kum.

Text: Fried­rich Schir­mer

 

KATE­GO­RIE KINDER- UND/ODER JUGEND­THEA­TER

//Piccolo Thea­ter Cott­bus: „KRG “, von Janne Teller/ Falk Richter/ Mat­thi­as Heine und den Jugend­li­chen

Die 14 Jugend­li­chen regen in die­ser sehr gelun­gen Stück­ent­wick­lung zum Thema Hei­mat zum Nach­den­ken an, indem sie sich selbst in die Situa­ti­on von Flüch­ten­den ver­set­zen. Sie wis­sen, dass man ande­re bes­ser ver­ste­hen kann, wenn man sich in deren Lage ver­setzt und spie­geln durch ihr gesell­schafts­kri­ti­sches Spiel die aktu­el­le poli­ti­sche und sozio­lo­gi­sche Situa­ti­on in Deutsch­land wider. Gleich­zei­tig wird gezeigt, wie unter­schied­lich der Begriff von Hei­mat sein kann. The­men wie Ver­lustangst, Krieg und Zer­stö­rung wer­den hier mit unter­schied­lichs­ten ästhe­ti­schen Mit­teln, wie cho­ri­schem Spre­chen, Cho­reo­gra­fi­en, Live­mu­sik und Schau­spiel auf höchs­tem Niveau dar­ge­stellt.  Die Dar­stel­ler wis­sen genau wovon sie reden und das lässt auf eine her­vor­ra­gen­de Spiel­lei­tung schlie­ßen, die sowohl Eigen­ver­ant­wor­tung und -initia­ti­ve als auch Par­ti­zi­pa­ti­on und Team­geist groß­schreibt, ohne Ver­lus­te auf künst­le­ri­scher Ebene ein­zu­bü­ßen, im Gegen­teil.

Text: Anna Hertz

 

//Wunderbar – Stadt­thea­ter Min­den: „Blick nach vorn“ von Canip Gün­dog­du und Viola Schnei­der

12 unbe­glei­te­te, min­der­jäh­ri­ge Geflüch­te­te stel­len sich mit Clowns­na­sen auf die Bühne und neh­men das Publi­kum mit auf eine Reise vol­ler Ent­de­ckun­gen. Hier ist nicht nur eine wich­ti­ge Arbeit, die sich mit Träu­men und Zukunfts­vi­sio­nen der Betei­lig­ten beschäf­tigt, als auch ein lust­vol­les, ästhe­tisch schö­nes Schau­spiel ent­stan­den. Es wird mit wenig Spra­che und ein­fa­chen Mit­teln, in einer lie­be­voll dezen­ten Unter­stüt­zung durch einen Musi­ker, der die Spie­ler hebt, viel Atmo­sphä­re geschaf­fen. Hier wer­den mit Kör­per­spra­che, Pan­to­mi­me und clow­nes­kem Spiel unter­schied­li­che Situa­ti­on und klei­ne Geschich­ten erzählt, die sehr ein­drück­lich wir­ken. Spiel­freu­de und Zusam­men­spiel sowie bio­gra­phi­sche Ein­la­gen erge­ben einen sehr inter­es­san­ten, char­man­ten, berüh­ren­den und tief­grei­fen­den Abend.

Text: Anna Hertz

 

KATE­GO­RIE OFFE­NE THEA­TER­FOR­MEN

//Offene Behin­der­ten­ar­beit der Lebens­hil­fe Bam­berg: „Mensch Odys­seus“ vom Thea­ter­en­sem­ble TOBAK

Die Lebens­hil­fe Bam­berg e.V. erar­bei­tet mit ihrer Insze­nie­rung „Mensch Odys­seus“ ein Stück über die schwa­chen Sei­ten die­ses Heros – auf den gro­ßen Hel­den der Anti­ke wird hier in blan­ker Ehr­lich­keit mit dem feh­ler­haf­ten Men­schen geant­wor­tet. Das Kura­to­ri­um spricht sich für eine Nomi­nie­rung des Stü­ckes aus, weil diese Arbeit, z.T. mit Men­schen mit Behin­de­rung, gro­ßen Mut im Umgang mit thea­tra­len Mit­teln beweist und eine Büh­nen­en­er­gie ablie­fert, die den Saal kochen lässt! Es wird getrom­melt und getanzt, durch Bewe­gungs­thea­ter ent­ste­hen star­ke, teils über­ra­schen­de, humor­vol­le Bil­der, dar­über hin­aus erfri­schen­de Umdeu­tun­gen von Homers Figu­ren. Die Büh­nen­ele­men­te wer­den viel­fäl­tig ver­wen­det und las­sen immer wie­der über­ra­schen­de, neue Räume ent­ste­hen. Das Kura­to­ri­um möch­te die gelun­ge­ne Ver­bin­dung aus künst­le­ri­schem und inklu­si­ven Ansatz die­ser Arbeit wür­di­gen, indem es „Mensch Odys­seus“ trotz der nament­li­chen Ähn­lich­keit zum eben­falls nomi­nier­ten Stück „Odys­see des Lebens“, als von letz­te­rem ästhe­tisch und inhalt­lich voll­kom­men ver­schie­de­nen Stück für den amarena-Preis nomi­niert.

Text: David Ari Nad­kar­ni

 

//spinaTheater, Solin­gen: „EURO­PA“, Eigen­pro­duk­ti­on

Das spi­na­Thea­ter aus Solin­gen eröff­net mit sei­nem Stück „EURO­PA“ teils befür­wor­ten­de, teils sehr kri­ti­sche Per­spek­ti­ven auf das wirt­schaft­li­che und poli­ti­sche Han­deln der Euro­päi­schen Union. Die Insze­nie­rung wird sau­ber gespielt, ist sehr musikalisch/tänzerisch und leben­dig, mit Sar­kas­mus gespickt und jugend­lich frisch. Der Ton des Stücks ist nie beleh­rend, aber durch­aus „in die Fres­se“, scheut nicht vor kla­ren Stel­lung­nah­men zurück. Auf Lein­wän­de pro­ji­zier­te Flücht­lings­geg­ner wer­den flink und scho­nungs­los ent­sorgt, euro­päi­sche Poli­ti­ker durch schlich­te Mas­ken und mun­te­re Inter­ak­tio­nen gekonnt par­odiert. Auf­fal­lends­tes Mit­tel ist der rege und wilde, immer ein­falls­rei­che Gebrauch von Ein­kaufs­wa­gen, die die jun­gen Schau­spie­ler in die­sem kapi­ta­lis­ti­schen EURO­PA über die Bühne flie­gen las­sen oder aber zu baby­lo­nisch anmu­ten­den Tür­men gesta­pelt wer­den und hier­durch neue Ebe­nen im Büh­nen­raum erschaf­fen. So beschließt das Kura­to­ri­um, die­ses muti­ge, leben­di­ge Stück für den amarena-Preis zu nomi­nie­ren.

Text: David Ari Nad­kar­ni

 

KATE­GO­RIE GESAMT­WIR­KEN EINES AMA­TEUR­THEA­TERS

//Volkstheater Flints­bach (Bay­ern)

In Flints­bach am Inn (ca. 3000 Einwohner*innen) wird seit 1675 Thea­ter gespielt. Das Thea­ter­haus (1823 erbaut) wurde nach dem Zwei­ten Welt­krieg von etwa 50 Ver­eins­mit­glie­dern gekauft und seit­her in Stand gehal­ten. Der Thea­ter­ver­ein hat 150 Mit­glie­der und lockt jähr­lich etwa 9000 Zuschauer*innen in den klei­nen Ort. Seit 2016 ist der Ort und damit das Thea­ter­haus Teil der Euro­päi­schen Route His­to­ri­scher Thea­ter und zählt zu den 120 schöns­ten und best­erhal­tens­ten Thea­tern in ganz Euro­pa.

Zwi­schen 20 und 50 Dar­stel­len­de sind jähr­lich auf der Bühne aktiv, wei­te­re 20 arbei­ten an Bühne, Maske und Kos­tüm im Hin­ter­grund. Dabei koope­riert der Ver­ein mit ande­ren Ver­ei­nen, wie etwa der Musik­ka­pel­le, dem Trach­ten­ver­ein, dem Kir­chen­chor oder auch der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr. Auch Schüler*innen dür­fen im his­to­ri­schen Saal Thea­ter­luft schnup­pern. Die Arbeit wird hin­ter und auf der Bühne kom­plett ehren­amt­lich gestemmt – zum Abschluss aller Pro­ben und Auf­füh­run­gen folgt ein gesel­li­ges Bei­sam­men­sein.

Das Volks­thea­ter Flints­bach e.V. steht modell­haft für eine tra­di­ti­ons­rei­che Pfle­ge des Ama­teur­thea­ters als wich­ti­ges Kul­tur­gut im länd­li­chen Raum. Durch ein nach­hal­ti­ges ehren­amt­li­ches Enga­ge­ment aller Betei­lig­ten, eine lei­den­schaft­li­che Sym­bio­se aller Gewer­ke und der Bewah­rung einer fast 350-jährigen Tra­di­ti­on mit gleich­zei­ti­gem Blick in die Zukunft ist es bei­spiel­haft für das Gesamt­wir­ken eines Ama­teur­thea­ters.

Text: Domi­nik Eich­horn und Frank Grünert


//Theater unter der Daus­eck (Baden-Württemberg)

Fle­xi­bi­li­tät, Inno­va­ti­on und stän­di­ge Bewe­gung – das Thea­ter unter der Daus­eck aus Ober­ri­ex­in­gen in Baden-Württemberg steht für krea­ti­ves Ama­teur­thea­ter­schaf­fen seit 1992. Der Thea­ter­ver­ein hat momen­tan 65 Mit­glie­der, davon sind 35 Spieler*innen auf der Bühne – zwi­schen 7 und 70 Jah­ren. Eines der wich­tigs­ten Prin­zi­pi­en die­ses Ama­teur­thea­ters: jede und jeder darf mit­ma­chen – ob auf der Bühne, bei der Tech­nik, Kos­tüm oder Maske.

Die Akteur*innen spie­len in kei­ner fes­ten Spiel­stät­te, son­dern dort, wo die Men­schen sind – in Kel­lern, Rui­nen, Schwei­ne­stäl­len, auf Wie­sen im Was­ser. Der öffent­li­che Raum wird erforscht und wird zum eige­nen Akteur der Insze­nie­run­gen. Mit Lieb­ha­be­rei zum Thea­ter ent­wi­ckeln die Ama­teu­re Thea­ter, das einem höchst pro­fes­sio­nel­len Anspruch folgt. Das Thea­ter unter der Daus­eck lädt hier­zu pro­fes­sio­nel­le Teams ein, die vor Ort mit den Ama­teur­thea­ter­schaf­fen­den arbei­ten.

Ein Ama­teur­thea­ter­thea­ter, das bekann­te Wege ver­lässt, neue Räume der Krea­ti­vi­tät eröff­net und dabei so nah wie mög­lich am Men­schen bleibt! Das Thea­ter unter der Daus­eck leis­tet einen wich­ti­gen Bei­trag, um alt­be­kann­te Klas­si­ker mit neuem Leben zu ver­se­hen und sie zwi­schen Möbel­haus und Kraft­werks­ge­län­de zu ent­fal­ten. Es ist somit ein modell­haf­tes Bei­spiel für ein nach­hal­ti­ges künst­le­ri­sches Gesamt­kon­zept, das hin­ter einem Ama­teur­thea­ter ste­hen kann.

Text: Domi­nik Eich­horn und Frank Grünert

Dag­mar Schmidt (Vor­sitz) // Dra­ma­tur­gin / Lang­jäh­ri­ge Chef­dra­ma­tur­gin des Kinder- und Jugend­thea­ters SCHAU­BURG, Mün­chen (Mün­chen)

Dr. Micha Braun // Wis­sen­schaft­li­cher Mit­ar­bei­ter am Insti­tut für Thea­ter­wis­sen­schaft / Wis­sen­schaft­li­cher Geschäfts­füh­rer des Cent­re of Com­pe­tence for Thea­t­re (CCT) an der Uni­ver­si­tät Leip­zig

Domi­nik Eich­horn // BDAT-Bildungsreferent / Medi­en­wis­sen­schaft­ler / Theater- und Kul­tur­ver­mitt­ler / Regis­seur

Frank Grünert // Kura­to­ri­ums­vor­sit­zen­der amarena / Vize­prä­si­dent BDAT / Vor­sit­zen­der Thü­rin­ger Thea­ter­ver­band / Regis­seur

Anna Hertz // Dozen­tin der LAG Thea­ter­päd­ago­gik Baden-Württemberg e.V. / Diplom Schau­spie­le­rin

Anne­lie Let­ter­mann // Dar­stel­le­rin, Regis­seu­rin & Jugend­grup­pen­lei­te­rin bei der Volks­spiel­büh­ne Ris­sen von 1955 e.V. (Ver­band Ham­bur­ger Ama­teur­thea­ter e.V.)

Ulrich Schwarz // Schau­spie­ler / Regis­seur / Stell­ver­tre­ten­der Vor­sit­zen­der und Künst­le­ri­scher Lei­ter des Lan­des­ver­bands Ama­teur­thea­ter Sach­sen

Isa Kath­rin Edel­hoff // BKM, Refe­rat für Musik, Dar­stel­len­de Küns­te, Son­der­be­rei­che (nicht stimm­be­rech­tigt)

2018 ver­lieh der Bund Deut­scher Ama­teur­thea­ter e.V. (BDAT) in Koope­ra­ti­on mit dem Insti­tut für Bera­tung, Beglei­tung und Bil­dung e.V. (B3) ein­ma­lig den Son­der­preis „Nah Dran! – Ein Preis für Demo­kra­tie­thea­ter“. Die­ser wurde im Rah­men des Fes­ti­vals zum Deut­schen Ama­teur­thea­ter­preis amarena am 29. Sep­tem­ber 2018 in Leip­zig ver­lie­hen.

Vor dem Hin­ter­grund eines immer stär­ker wer­den­den Rechts­po­pu­lis­mus, gezeich­net von Hetz­re­den und Fake News, scheint eine kon­struk­ti­ve Gesprächs­kul­tur im öffent­li­chen Raum unmög­lich gewor­den zu sein.

Was kann Thea­ter dem ent­ge­gen­set­zen? Gesucht wurde eine Thea­ter­in­sze­nie­rung, die sich the­ma­tisch und künst­le­risch mit gesell­schaft­li­chem Zusam­men­halt, demo­kra­ti­scher Gesprächs­kul­tur und den damit ver­bun­de­nen Fra­ge­stel­lun­gen beschäf­tigt. Der struk­tu­rel­le Hin­ter­grund der sich bewer­ben­den Ama­teur­thea­ter­büh­nen wurde eben­falls beach­tet.

 

Preis­geld

Es wurde ein Preis­geld von ins­ge­samt 2.000 Euro ver­ge­ben.

 

Dis­kus­si­ons­fo­rum zum Son­der­preis „Nah Dran!“ mit kur­zen Impres­sio­nen der Gewin­ner­grup­pen Pic­co­lo Thea­ter Cott­bus „KRG.“ & stell­werk wei­mar „Wil­helm Tell – Ver­su­che“
Frei­tag, 28. Sep­tem­ber 2018, 16:30 Uhr
WERK 2, Halle 5

Gala und Ehrung der Preis­trä­ger amarena 2018 mit Ver­ga­be des Son­der­prei­ses „Nah Dran!“
Sams­tag, 29. Sep­tem­ber 2018, 19 Uhr
WERK 2, Halle A

 

Jury

Der Jury gehör­ten an: Simon Isser (Prä­si­dent BDAT), Ute Secken­dorf (Direk­to­rin Insti­tut B3), Irene Oster­tag (Geschäfts­füh­re­rin BDAT), Sophie Renz (Vor­sit­zen­de LATS) und Asli Özde­mir (Ama­teur­thea­ter­dar­stel­le­rin aus Hes­sen).

Das sagte die Jury zur Preis­ver­ga­be:
Jury­kom­men­tar zum Son­der­preis Nah Dran!

 

För­de­rer

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Stellwerk Weimar I Wilhelm Tell 27.01.18 I Foto von Matthias Pick

Foto: Mat­thi­as Pick

stell­werk Wei­mar
// „Wil­helm Tell – Ver­su­che“
Regie: Ste­phan Mahn

Thea­ter­päd­ago­gi­sche Beglei­tung: Christian Schrö­ter
Die Geschich­te um den Meis­ter­schüt­zen und Frisch­luft­fa­na­ti­ker Wil­helm Tell wurde in der Fas­sung Fried­rich Schil­lers im 20. Jahr­hun­dert zur Fund­gru­be für rech­te wie für linke Pro­pa­gan­da. Gemein­sam erforscht das Ensem­ble die Figur des Wil­helm Tell: Wer ist die­ser Mann? Ein Natio­nal­held? Ein Ter­ro­rist? Ein Frei­heits­kämp­fer? Ein Hin­ter­wäld­ler? Oder ein biss­chen von allem?Wir fra­gen uns, ob poli­ti­sches Den­ken in der heu­ti­gen Zeit über­haupt etwas wert ist, wenn man dann doch nichts tut. Oder ist es bes­ser, ein­fach irgend­et­was zu tun als gar nichts? — Jetzt sind wir schon wie­der etwas aus dem Kon­zept. — Wir haben schon lange nicht mehr so ernst­haft über abs­trak­te Begrif­fe wie Frei­heit und Angst nach­ge­dacht. Der Frei­heits­be­griff ist ja auch sehr schwam­mig, irgend­wie eben so ein Schlag­wort und so leicht gesagt und dabei so schwer bedacht.

 

KRG. – Eine Heimatbetrachtung des Piccolo Theaterjugendklubs für Leute ab 15 Jahren im Piccolo Theater. Texte von Janne Teller, Falk Richter und Jugendlichen des Piccolo Theaterjugendklubs. Choreografie: Zaida Ballesteros Parejo, Spielleitung: Matthias Heine. Premiere am 22. April um 19 Uhr Weitere Vorstellungen am 26; 27. Und 28. April jeweils um 19 Uhr. Info/Karten: 0355 – 23 687

Foto: Micha­el Hel­big

Pic­co­lo Jugend­klub
// „KRG. – Eine Hei­mat­be­trach­tung“ mit Tex­ten von Janne Tel­ler, Falk Rich­ter und Ensem­ble­mit­glie­dern
Spiel­lei­tung: Mat­thi­as Heine
Cho­reo­gra­fie: Zaida Bal­leste­ros Pare­jo

Stell dir vor, es ist Krieg – nicht irgend­wo weit weg, son­dern hier in Euro­pa. Die demo­kra­ti­sche Poli­tik ist geschei­tert und faschis­ti­sche Dik­ta­tu­ren haben die Macht über­nom­men. Wer kann, flieht in den Nahen Osten. In ein ägyp­ti­sches Flücht­lings­la­ger.  Die Pro­duk­ti­on des Pic­co­lo Jugend­klubs spielt auf zwei Ebe­nen. Auf der ers­ten Ebene fin­den wir uns in Janne Tel­lers Text „Krieg“ wie­der. Ein intel­li­gen­tes Gedan­ken­spiel mit der Frage: Was wäre wenn? Auf der zwei­ten Ebene ver­sucht sich die Grup­pe in der selbst erleb­ten Gegen­wart zu ver­or­ten. Eine Gegen­wart vol­ler Angst­re­fle­xe. Der Angst­re­flex, der aus Sorge um den eige­nen Wohl­stand Not und Elend Ande­rer aus­blen­det. Der Angst­re­flex, der mit dem Drang ein­her­geht, Kom­ple­xi­tät mit Ein­fach­heit zu begeg­nen. Der Angst­re­flex, der eine Mauer ist zwi­schen dem Gewohn­ten und dem Gewöh­nungs­be­dürf­ti­gen. Der Angst­re­flex, der sich auf einer gesell­schaft­li­chen Ebene oft mit WIR-GEGEN-DIE aus­ge­drückt.

Der Fach­tag fand am 27. Sep­tem­ber 2018 von 9.00 – 18.00 Uhr 
im Rah­men des Fünf­ten Deut­schen Ama­teur­thea­ter­prei­ses amarena 2018 statt
Ort: Cammerspiele Leip­zig
Thema: Das amarena – Preis­trä­ger­fes­ti­val und die Inno­va­ti­ons­för­de­rung als (breiten-)kulturelle Pra­xis in trans­kul­tu­rel­ler Per­spek­ti­ve und als kul­tur­po­li­ti­sches Steue­rungs­in­stru­ment

Pro­gramm des Fach­tags als PDF

 

Inhalt­li­che Nach­fra­gen zur Fach­ta­gung:
Domi­nik Eich­horn, eichhorn@bdat.info
Pro­jekt­ma­nage­ment amarena
Ulri­ke Strau­be, straube@bdat.info

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