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Künst­le­ri­sche Qua­li­tät & Ensem­ble­geist auch in Zei­ten der Pandemie

// Berlin, 17. März 2022 //

Aus 15 Nomi­nie­run­gen wähl­te die amarena Preis­ju­ry fünf Preisträger-Ensembles, die den mit jeweils 2.000 € dotier­ten Deut­schen Ama­teur­thea­ter­preis erhal­ten. Die aus­ge­zeich­ne­ten Grup­pen prä­sen­tie­ren sich und ihre Insze­nie­run­gen vom 22. bis 25. Sep­tem­ber 2022 auf dem erst­mals dezen­tral aus­ge­rich­te­ten Preis­trä­ger­fes­ti­val in Pforz­heim, Qued­lin­burg, Essen und Gotha. Die hohe künst­le­ri­sche Qua­li­tät der Ein­rei­chun­gen beein­druck­te das Fach­gre­mi­um – ins­be­son­de­re auf­grund der schwie­ri­gen Pro­duk­ti­ons­be­din­gun­gen. Schirm­her­rin des amarena Fes­ti­vals ist Clau­dia Roth, Beauf­trag­te der Bun­des­re­gie­rung für Kul­tur und Medien. 

„Spie­len wir – oder spie­len wir nicht?“, lau­te­te eine Frage, die nicht nur die fünf aus­ge­wähl­ten Preisträger*innen beschäf­tigt haben dürf­te. Der Jury wurde ein brei­tes Feld an Bewer­bun­gen vor­ge­legt. Gemein­sam war allen, dass das Ama­teur­thea­ter auch in Zei­ten der Pan­de­mie einen gro­ßen Schaf­fens­drang wider­spie­gel­te. „Es war beein­dru­ckend, auf welch‘ hohem Level sich die 15 Pro­jek­te beweg­ten“, sagte Jury­vor­sit­zen­de Dr. Birte Wer­ner, Lei­te­rin des Zen­trums für Kul­tu­rel­le Teil­ha­be Baden-Württemberg. „In eini­gen Kate­go­rien gab es Kopf-an-Kopf-Rennen, die Ent­schei­dun­gen waren knapp. Die schwie­ri­gen Produktions- und Auf­füh­rungs­be­din­gun­gen wäh­rend der Pan­de­mie konn­ten weder dem Niveau der Arbei­ten, noch dem Enga­ge­ment und dem Ensem­ble­geist der Spieler*innen etwas anha­ben. Es war eine echte Freu­de, 15 mit­rei­ßen­de Bei­spie­le für die gemein­schaft­li­che Kraft, künst­le­ri­sche Qua­li­tät und Resi­li­enz des Ama­teur­thea­ters sehen und fünf davon aus­zeich­nen zu dürfen.“

Das acht­köp­fi­ge Fach­gre­mi­um wähl­te in fünf Kate­go­rien aus, die die­ses Jahr expli­zit alle „Dar­stel­len­den Küns­te“ anspra­chen. „Unter den Preis­trä­ger­grup­pen befin­den sich Pro­duk­tio­nen des Sprech­thea­ters, auch mit Tanz­ele­men­ten, sowie ein Mono­log und eine Zoom-Inszenierung“, fasst BDAT-Vizepräsident und Künst­le­ri­scher Lei­ter des Fes­ti­vals Frank Grünert zusam­men. „Es freut mich ins­be­son­de­re, dass wir bei den aus­ge­wähl­ten Ensem­bles alle Genera­tio­nen auf der Bühne sehen und dem Poten­ti­al diver­ser Akteur*innen und The­men im Ama­teur­thea­ter Rech­nung tragen.“

 Diese Gruppen/Inszenierungen erhal­ten den Deut­schen Ama­teur­thea­ter­preis 2022: 

Kate­go­rie 1 // Dar­stel­len­de Küns­te:
Büh­nen und Orches­ter der Stadt Bie­le­feld / „Par­al­le­le Wel­ten – Mixed Cou­ples“ von Gian­ni Cuc­ca­ro, Mar­ti­na Brein­lin­ger und Ensemble

Kate­go­rie 2 // Dar­stel­len­de Küns­te mit Kin­dern und/oder Jugend­li­chen:
JuBO – Jugendbühne-Junge Bühne Ost­fil­dern / „Ele­fan­ten­PO­LO“ von Peter Klusen

Kate­go­rie 3 // Dar­stel­len­de Küns­te mit Senior*innen:
Ensem­ble des Augen­blicks Leipzig/Bad-Belzig / „Bevor wir gehen“ von Lykke Lan­ger und Julia Strehler

Kate­go­rie 4 // Dar­stel­len­de Küns­te in Zei­ten der Pandemie:
Thea­ter­grup­pe Süd-München / „Faust I – Wal­pur­gis­nacht Teil 1 + Teil 2“ nach Johann Wolf­gang von Goethe

Kate­go­rie 5 // #wir­wer­den­wie­der – Wir­ken eines Ama­teur­thea­ter in der Pan­de­mie:
Ama­teur­thea­ter­ver­ein Pforzheim

Im Rah­men des Fes­ti­vals wer­den die Preisträger*innen bei einer hybri­den Gala, live und mit Online-Formaten am Sams­tag, 24. Sep­tem­ber, in Pforz­heim aus­ge­zeich­net. Mehr zum Ablauf des Fes­ti­vals und zum Ticket­ver­kauf fin­den Sie ab August 2022 auf www.bdat.info

Die Mit­glie­der der Preis­ju­ry: Dr. Birte Wer­ner (Juryvorsitz/Leiterin des Zen­trums für Kul­tu­rel­le Teil­ha­be Baden-Württemberg), Frank Grünert (Künst­le­ri­scher Lei­ter amarena/BDAT-Vizepräsident), Juli­an Bau­feldt (Kura­to­ri­ums­mit­glied amarena/BAG Spiel und Thea­ter), Isa Kath­rin Edel­hoff (Refe­ren­tin für Thea­ter und Tanz, BKM), Domi­nik Eich­horn (Bil­dungs­re­fe­rent BDAT), Ste­fa­nie Gute­kunst (FB Thea­ter­päd­ago­gik, Kul­tur­haus Oster­feld), Dr. Mar­cus O. Klein (Kura­to­ri­ums­mit­glied amarena), Billie-Marie Wempe (Kul­tur­ma­na­ge­rin Som­mer­blut­fes­ti­val Multipolarkultur).

Zudem wird im Rah­men des dies­jäh­ri­gen Fes­ti­vals der Son­der­preis „#con­nect – Ama­teur­thea­ter ver­bin­det“ vom Ver­ein Thea­ter­le­ben e. V. gestif­tet. Die Ent­schei­dung über die Gewinner*innen wird geson­dert verkündet.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen erhal­ten Sie bei Mel­vin Neu­mann, amarena@bdat.info, Fon 030 2639859-17.

Down­load pdf Medi­en­in­for­ma­ti­on // Preis­trä­ger amarena 2022

Fotos zur Bericht­erstat­tung: Klick hier