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Ehren­amts­stif­tung als „clo­sed shop“?

BDAT unter­stützt Stel­lung­nah­me der BKJ „Enga­ge­ment­stif­tung: Zivil­ge­sell­schaft ist Zaun­gast“

// Berlin, 25. Okto­ber 2019 //

Der Bund Deut­scher Ama­teur­thea­ter e. V. (BDAT) ver­eint als zivil­ge­sell­schaft­li­cher Bun­des­ver­band 2.500 Ama­teur­thea­ter mit mehr als 150.000 ehren­amt­lich im Thea­ter Enga­gier­ten. Ehren­amt und Frei­wil­li­ges Enga­ge­ment in der Kul­tur bil­den das zen­tra­le Thema im BDAT.

Seit vie­len Jah­ren setzt sich der BDAT des­halb für die Ver­bes­se­rung der Enga­ge­ment­be­din­gun­gen für alle Men­schen ein, beson­ders im Feld kul­tu­rel­len Schaf­fens und kul­tu­rel­ler Bil­dung. Als Mit­glied in der Bun­des­ver­ei­ni­gung für Kul­tu­rel­le Kinder- und Jugend­bil­dung (BKJ) arbei­tet der BDAT im Fach­aus­schuss „Ehren­amt und Enga­ge­ment“ mit und ver­netzt sich im Bun­des­netz­werk Bür­ger­schaft­li­ches Enga­ge­ment (BBE).

Seit fast zwei Jahr­zehn­ten ist die Grün­dung einer Enga­ge­ment­stif­tung in Deutsch­land im poli­ti­schen Gespräch, zuletzt schien sie mit Auf­nah­me im Koali­ti­ons­ver­trag 2018 auf gutem Wege zu sein: das Bun­des­ka­bi­nett hat am 9. Okto­ber 2019 dem Gesetz­ent­wurf zur Errich­tung der Deut­schen Stif­tung für Enga­ge­ment und Ehren­amt zuge­stimmt. Jetzt zeigt sich beim intrans­pa­ren­ten Pro­zess der Aus­ge­stal­tung von Inhal­ten und Struk­tu­ren der Stif­tung, wie wenig die Zivil­ge­sell­schaft und ihre gro­ßen Netz­wer­ke tat­säch­lich von der Bun­des­po­li­tik ernst genom­men wer­den. Kul­tur als gesell­schafts­stüt­zen­des Hand­lungs­feld kommt nicht vor.

Der BDAT unter­stützt die zen­tra­len For­de­run­gen der Bun­des­ver­ei­ni­gung Kul­tu­rel­le Kinder- und Jugend­bil­dung (BKJ) in der Stel­lung­nah­me:

// Mit den zur Ver­fü­gung ste­hen­den Mit­teln müs­sen die Enga­ge­ment­struk­tu­ren in Initia­ti­ven, Ver­ei­nen und Ver­bän­den geför­dert und gestärkt wer­den.

// Die Stif­tung soll in einem trans­pa­ren­ten und ver­trau­ens­vol­len sowie gleich­be­rech­tig­ten Ver­hält­nis mit den im Bereich Enga­ge­ment erfah­re­nen zivil­ge­sell­schaft­li­chen Ak-teuren zusam­men­ar­bei­ten.

// Kul­tur als Hand­lungs­feld muss einen Platz im Stif­tungs­rat erhal­ten und damit an den Ent­schei­dun­gen für die Umset­zung des Stif­tungs­zwecks betei­ligt wer­den.

Für den BDAT
Simon Isser (Prä­si­dent), Irene Oster­tag (Geschäfts­füh­re­rin)

Gesam­ter Text der BKJ-Stellungnahme zur Enga­ge­ment­stif­tung vom 18.10.2019:
» www.bkj.de/engagementstiftung-die-zivilgesellschaft-ist-zaungast/