Land­luft 2.0

All­ge­mei­ne Infor­ma­ti­on

Das Modell­pro­jekt „Land­luft 2.0 – Ver­net­zungs­pro­jekt mit inno­va­ti­ven Impul­sen für Ama­teur­thea­ter­büh­nen im länd­li­chen Raum“ wurde im Rah­men des Bun­des­pro­gramms Länd­li­che End­wick­lung (BULE) des Bun­des­mi­nis­te­ri­ums für Ernäh­rung und Land­wirt­schaft aus­ge­wählt.
In Koope­ra­ti­on mit sechs sei­ner Lan­des­ver­bän­de wird der Bund Deut­scher Ama­teur­thea­ter e. V. (BDAT) in einem Zeit­raum von zwei Jah­ren ins­ge­samt 20 Ein­zel­pro­jek­te för­dern.
Ziel des Pro­jekts ist es, die kul­tu­rel­le Viel­falt des Ama­teur­thea­ters auf dem Land her­vor­zu­he­ben, eine Ver­bes­se­rung des regio­na­len wie über­re­gio­na­len Aus­tau­sches zu errei­chen und wei­te­re Impul­se für inno­va­ti­ve Thea­ter­for­ma­te mit allen Men­schen in länd­li­chen Regio­nen Deutsch­lands zu geben. Dabei sol­len die The­men der in der länd­li­chen Regi­on leben­den Men­schen im Vor­der­grund ste­hen.

Mit jeweils 2000 Euro wer­den ab Febru­ar 2020 zunächst 10 Pro­jek­te geför­dert, in einem zwei­ten Durch­lauf gegen Mitte/Ende 2020 dann wei­te­re 10. Der  Bewer­bungs­schluss für die erste Runde ist der 30.11.2019.

Es gibt drei ver­schie­de­ne För­der­mög­lich­kei­ten:

// Insze­nie­rung bzw. Erar­bei­tung eines Mini­dra­mas, das sich mit Aspek­ten der jewei­li­gen Regi­on aus­ein­an­der­setzt und dabei auch glo­ba­le The­men und ihre loka­le Ver­an­ke­rung mit­be­denkt
oder

// Durch­füh­rung eines Mini­fes­ti­vals, das im Zei­chen der Zeit ste­hen und zwei bis drei Grup­pen (Hei­mat­ver­ei­ne, Tanz- und Bewe­gungs­grup­pen, Kultur- und Geschichts­ver­ei­ne etc.) aus der Regi­on mit einem kul­tu­rel­len Bei­trag zum gemein­sa­men Aus­tausch vor Ort ein­lädt

oder

// Teil­nah­me an einem Coaching-Prozess für Minidramen/Minifestivals, der die bean­tra­gen­de Mit­glieds­büh­ne dabei unter­stützt, z. B. auch mit losen Stoff-Sammlungen thea­tra­le Impul­se für ihre Regi­on zu ent­wi­ckeln.
Um den Pro­jekt­be­tei­lig­ten die Mög­lich­keit eines gemein­sa­men regio­na­len und über­re­gio­na­len Aus­tau­sches zu bie­ten, wird eine pro­jek­tei­ge­ne Inter­net­platt­form errich­tet (Infor­ma­tio­nen dazu in Kürze).
Dar­über hin­aus bie­tet der BDAT die Teil­nah­me an Austausch-Veranstaltungen an, bei denen die Projektakteur*innen über ihre Erfah­run­gen spre­chen und von Expert*innen wei­te­re Impul­se oder Ideen erhal­ten kön­nen.

Die Aus­schrei­bung rich­tet sich an alle im länd­li­chen Raum (Dör­fer oder Klein­städ­te bis 35.000 Einwohner*innen) ange­sie­del­ten Mit­glieds­büh­nen der Lan­des­ver­bän­de Baden-Württemberg, Bay­ern, Bran­den­burg, Hes­sen, Mecklenburg-Vorpommern und Sach­sen.

Aus­schrei­bung zum Down­load:
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Foto: Anna Hautsch

Anna Ruth Hautsch ver­brach­te ihre Kind­heit in Gua­te­ma­la und schon dort war Thea­ter­spie­len ihre große Lei­den­schaft. Mit 25 Jah­ren zog sie nach Deutsch­land und fand Anschluss beim Ama­teur­thea­ter Kon­rad in Lands­hut. „Ob Schau­spie­le­rei, Maske, Büh­nen­bau oder die Gestal­tung von Pla­ka­ten: Vom Thea­ter bekomm ich nicht genug!“, sagt Anna Hautsch. Im Thea­ter spie­ge­le sich unse­re Gesell­schaft wie­der – mit all ihren Stär­ken, Schwä­chen und letzt­end­lich auch der kun­ter­bun­ten kul­tu­rel­len Mischung, die heute auch mehr und mehr auf dem Land zu spü­ren sei, so Anna Hautsch. „Auf der Bühne gibt man als Schauspieler*in immer auch einen Teil von sich selbst preis. Meine Her­kunft brau­che ich aber nicht zu ver­ste­cken, denn das Publi­kum hat mich und mein „Lati­no­tem­pe­ra­ment“ mit Freu­de und Begeis­te­rung auf­ge­nom­men.“

Foto: Man­fred Schuler

Bir­git Schnacken­berg ist vor fast 40 Jah­ren von Ham­burg nach Schleswig-Holstein gezo­gen. Dort lern­te sie nicht nur den Thea­ter­club Kat­ten­dorf e. V. lie­ben, son­dern auch das Platt­deut­sche, das sie eigens für die Bühne lern­te. Zunächst als Schau­spie­le­rin, dann als Regis­seu­rin bei der platt­deut­schen Grup­pe im Ein­satz, betreut sie heute als soge­nann­te „Speel­baas“ die 5 Ensem­bles des Thea­ter­clubs. Sie berät bei der Stück­aus­wahl, beglei­tet Insze­nie­run­gen exter­ner Regisseur*innen und ver­tritt im Vor­stand des Ver­eins die künst­le­ri­schen Belan­ge. Über ihre Arbeit sagt Bir­git Schnacken­berg: „Es ist immer wie­der span­nend zu sehen, wie man den Spa­gat meis­tern kann zwi­schen dem Anspruch des Publi­kums ‚Wir wol­len Spaß!‘ und dem der Thea­ter­leu­te, auch mal etwas zu wagen, das über den Main­stream hin­aus­geht.“

Foto: Ruth Stark

Lisa Schnei­der ist 30 Jahre alt und arbei­tet als Apo­the­ke­rin. Sie lebt mit ihrem Mann und ihrem Sohn in Söm­mers­dorf im unter­frän­ki­schen Land­kreis Schwein­furt. Das 680-Seelen-Dorf ist für seine Frän­ki­schen Pas­si­ons­spie­le bekannt. Lisa Schnei­der ist Bei­rä­tin der Vor­stand­schaft der Frän­ki­schen Pas­si­ons­spie­le Söm­mers­dorf e. V. und zustän­dig für die Jugend­ar­beit. Als Coach der Jugend­grup­pe „YÄSS! – Young Äction Stars Söm­mers­dorf“ möch­te sie den Kin­dern vor allem ermög­li­chen, sich im Thea­ter aus­zu­pro­bie­ren und auch die Thea­ter­welt hin­ter den Kulis­sen ken­nen­zu­ler­nen. An ihrem Dorf schätzt sie vor allem den Gemein­schafts­sinn: zusam­men etwas errei­chen, Spaß haben, auf­ein­an­der ach­ten und gleich­zei­tig die indi­vi­du­el­len Frei­räu­me aller Betei­lig­ten respek­tie­ren.

Info & Kontakt:

Bund Deutscher Amateurtheater e. V.
Alexandra Riedel
Projektkoordination "Landluft 2.0"
Lützowplatz 9 // 10785 Berlin

Fon 030 2639859-28

riedel@bdat.info
www.bdat.info

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