Wur­zel­werk

Fran­ken 2019

Die deut­sche Spra­che ist bunt, künst­le­risch viel­sei­tig und ein Spie­gel der Gesell­schaft, das ver­spricht das dies­jäh­ri­ge Volks- und Mund­art­thea­ter­fes­ti­val WUR­ZEL­WERK. Der Bun­des­ar­beits­kreis „Mund­art und Spra­chen“ im Bund Deut­scher Ama­teur­thea­ter e.V. (BDAT) wähl­te aus zahl­rei­chen Bewer­bun­gen sechs Ama­teur­thea­ter­grup­pen aus, die auf dem Fes­ti­val vom 12. bis 15. Sep­tem­ber 2019 in Söm­mers­dorf und Geld­ers­heim (Fran­ken) zu sehen sein wer­den. Die drit­te Aus­ga­be des BDAT Fes­ti­vals fin­det in Koope­ra­ti­on mit der Arbeits­ge­mein­schaft Mundart-Theater Fran­ken e.V. statt. Aus­rich­ten­de Büh­nen sind die Frän­ki­schen Pas­si­ons­spie­le Söm­mers­dorf e.V. sowie der Ver­ein für Heimat- und Brauch­tums­pfle­ge Geld­ers­heim. Die Schirm­herr­schaft für das Fes­ti­val über­nimmt der baye­ri­sche Minis­ter­prä­si­dent Mar­kus Söder.

Das Fes­ti­val wird zudem beglei­tet von Work­shops, Nach­ge­sprä­chen und einer Podi­ums­dis­kus­si­on.

Im Dezem­ber 2016 wurde auf Antrag des BDAT die „Regio­na­le Viel­falt der Mund­art­thea­ter in Deutsch­land“ durch die Deut­sche UNESCO-Kommission ins Bun­des­wei­te Ver­zeich­nis „Imma­te­ri­el­les Kul­tur­er­be“ auf­ge­nom­men. Das Fes­ti­val soll vor die­sem Hin­ter­grund dazu bei­tra­gen, die Volks- und Mund­art­thea­ter in ihrer Viel­falt und künst­le­ri­schen Ent­wick­lung zu stär­ken und die Bedeu­tung des ehren­amt­li­chen Enga­ge­ments sicht­bar zu machen.

Die drit­te Aus­ga­be des bun­des­wei­ten Fes­ti­vals fin­det in die­sem Jahr erst­mals in Kom­bi­na­ti­on mit der Bun­des­ver­samm­lung des BDAT statt. Vertreter*innen aus allen Mit­glieds­ver­bän­den tagen in Geld­ers­heim und neh­men zudem am Fes­ti­val­ge­sche­hen in Söm­mers­dorf teil.

Ticket­prei­se
8€, ermä­ßigt 5€ (Schüler*innen, Stu­die­ren­de, Men­schen mit Behin­de­run­gen)
Tickets erhal­ten Sie bei:

Fes­ti­val­pass
35€ (Die­ser berech­tigt zum Ein­tritt zu jeder Auf­füh­rung im Rah­men des Fes­ti­vals)
Nur bei der Geschäfts­stel­le des BDAT zu erwer­ben, Bestel­lun­gen bitte an: Tina Hoh­mann, presse@bdat.info

Spiel­ort

Frän­ki­sche Pas­si­ons­spie­le Söm­mers­dorf e.V.

Don­ners­tag, 12.09.2019
19:00 Uhr / Emp­fang
19:30 Uhr / Eröff­nung / Robert-Seemann-Halle
20:00 Uhr / „Ein Schmitt wohnt sel­ten allein“ von Andre­as Heck, Die Gal­der­schum­mer Thea­ter­grup­pe (Unterfranken)/ Robert-Seemann-Halle

Frei­tag, 13.09.2019
09:00 Uhr / Work­shops / Pfarr­heim & Feu­er­wehr­haus Geld­ers­heim
15:00 Uhr / „Shake­speares Kauf­mann“ von Wil­liam Shake­speare, Spiel­brett Dres­den (Sach­sen) / Frei­licht­büh­ne
19:30 Uhr / „Der Pfen­nig­fuch­ser“ voN Tad­de­us Troll nach Moliè­re, Thea­ter Rosen­heim (Bay­ern) / Robert-Seemann-Halle

Sams­tag, 14.09.2019
10:30 Uhr / „Alice Fan­ta­sie­land“ von Lewis Caroll, Kinder- und Jugend­thea­ter­grup­pe SKO­MO­RO­CHI (Bay­ern) / Robert-Seemann-Halle
16:00 Uhr / „Der Dorf­teu­fel – Micha­el Hely“ von Dani­lo Fio­ri­ti, Som­mer­spie­le Über­wald (Hes­sen) / Frei­licht­büh­ne
20:30 Uhr / „Glo­cken – läu­ten“ Eigen­pro­duk­ti­on, Über­hol­spur – Senio­ren­thea­ter­grup­pe (Süd­ti­rol) / Robert-Seemann-Halle

Sonn­tag, 15.09.2019
12:00 Uhr / Scree­ning Doku­men­ta­ti­on “Frän­ki­sche Pas­si­onspie­le Söm­mers­dorf e.V.“ / Robert-Seemann-Halle
12:30 Uhr / Podi­ums­dis­kus­si­on „Was bedeu­tet Volks- und Mund­art­thea­ter heute?“ / Robert-Seemann-Halle

// Das Fes­ti­val­pro­gramm als PDF

Scree­ning TV-Dokumentation „Frän­ki­sche Pas­si­ons­spie­le Söm­mers­dorf e. V.“
Sonn­tag, 15.09.2019, 12:00 Uhr, Robert-Seemann-Halle
Bibel TV Maga­zin, 28min, Deutsch­land 2019

Söm­mers­dorf hat ein sehr leben­di­ges Ver­eins­le­ben vor­zu­wei­sen und viele Söm­mers­dor­fer sind in meh­re­ren Ver­ei­nen gleich­zei­tig aktiv. Einer die­ser Ver­ei­ne, der Pas­si­ons­spiel­ver­ein, macht Söm­mers­dorf zu etwas ganz Beson­de­rem. Die Tra­di­ti­on des Pas­si­ons­spiels seit 1933 hat eine ein­zig­ar­ti­ge Dorf­ge­mein­schaft ent­ste­hen las­sen, die Gro­ßes geleis­tet hat und jetzt neue Wege geht.

Für die ers­ten bei­den Auf­füh­rungs­jah­re 1933 und 1934 wur­den 14.000 Besu­cher gezählt. Die Auf­füh­run­gen konn­ten ab 1935 zunächst nicht wei­ter­ge­führt wer­den, da die Reichs­thea­ter­kam­mer keine Geneh­mi­gung für die nächs­te Spiel­zeit erteil­te. Nach dem Zwei­ten Welt­krieg began­nen 1950 wie­der ört­li­che Ver­eins­ak­ti­vi­tä­ten, sodass 1957 und 1958 wie­der Pas­si­ons­auf­füh­run­gen mit ins­ge­samt 40.000 Besu­chern statt­fin­den konn­ten. Wei­te­re Pas­si­ons­spie­le wur­den in den Jah­ren 1961, 1967 und 1968 auf­ge­führt. Seit­dem wird im bis heute gel­ten­den regel­mä­ßi­gen Rhyth­mus von fünf Jah­ren gespielt.

Für die Auf­füh­run­gen 2013 und 2018 ver­pflich­te­te man die Thea­ter­päd­ago­gin Mari­on Beyer und den Kultur- und Thea­ter­päd­ago­gen BuT Her­mann J. Vief aus Coburg als neue Regis­seu­re. Bis zum heu­ti­gen Tag wurde das Spiel inhalt­lich immer wei­ter ent­wi­ckelt und auch die Zahl der Mit­spie­ler erwei­ter­te sich. Waren es anfangs noch 70 bzw. 75 Mit­spie­ler sind heute etwa 400 der ca. 700 Orts­ein­woh­ner aktiv bei den Auf­füh­run­gen dabei. Dazu kom­men etli­che Hel­fer im Umfeld, die die Ein­wei­sung des Besu­cher­ver­kehrs, die Kasse und die Besu­cher­be­treu­ung über­neh­men. In der acht­zig­jäh­ri­gen Ver­eins­ge­schich­te haben ins­ge­samt fast 400.000 Men­schen den Weg nach Söm­mers­dorf gefun­den.

 

Podi­ums­dis­kus­si­on „Was bedeu­tet Volks- und Mund­art­thea­ter heute?“
Sonn­tag, 15.09.2019, 12:30 Uhr, Robert-Seemann-Halle

Auf dem Podi­um dis­ku­tie­ren Expert*innen des Volks- und Mund­art­thea­ters über die Bedeu­tung die­ser Kunst­form im der­zei­ti­gen Ama­teur­thea­ter. Wel­che Fra­ge­stel­lung sind rele­vant für ein offe­nes Volks­thea­ter­ver­ständ­nis und wie kann Mund­art hier­durch erhal­ten wer­den? Die ein­ge­la­de­nen Gäste stel­len sich zudem der Frage, wie Stück­aus­wahl, Über­set­zun­gen und Eigen­pro­duk­tio­nen für ein moder­nes Volks- und Mund­art­thea­ter mit­ver­ant­wort­lich sein kön­nen.

Mode­ra­ti­on: Domi­nik Eich­horn, BDAT
Gäste aus Wis­sen­schaft, Kul­tur und Pra­xis

Aus­ge­wähl­te Grup­pen

©Die Gal­der­schum­mer

Ein Schmitt wohnt sel­ten allein
Komö­die von Andre­as Heck
Don­ners­tag, 12.09.2019, 20.00 Uhr, Robert-Seemann-Halle

Fami­lie Schmitt liebt den Süden und so ist es klar, dass, wenn bei uns die Mona­te kalt und grau sind, sie die Zeit in ihrem Feri­en­ap­par­te­ment im son­ni­gen Süden ver­bringt. Traut­lin­de, eine älte­re Dame aus der nähe­ren Umge­bung, passt solan­ge auf die ver­wais­te Woh­nung auf und gießt die Pflan­zen. So weit, so gut, wenn denn die Woh­nung der Schmitt´s tat­säch­lich ver­waist wäre…

Die Gal­der­schum­mer Thea­ter­grup­pe des Ver­eins für Heimat- und Brauch­tums­pfle­ge Geld­ers­heim (Unter­fran­ken)
Geld­ers­heim liegt drei km west­lich von Schwein­furt und ist eines der ältes­ten Dör­fer im Land­kreis Schwein­furt. Ein Ziel der Thea­ter­grup­pe ist es, den „Gal­der­schum­mer“ Dia­lekt zu pfle­gen und in die Thea­ter­stü­cke ein­zu­brin­gen. Nach einem Kurz­stück, das bei einem Hei­mat­abend auf­ge­führt wurde, wagte sich die Thea­ter­grup­pe 1995 das erste Mal an das abend­fül­len­de Stück „Draag is gsund“ von Gunda Krie­ger. Seit­her fin­den die Auf­füh­run­gen immer in der Fas­ten­zeit statt. Gespielt wird im his­to­ri­schen Saal des Frän­ki­schen Hofes in Geld­ers­heim. Im Jahr 2002 wurde mit dem Thea­ter­stück „Letz­ter Wille“ von Fritz­ge­rald Kusz das 10jährige Bestehen der Thea­ter­grup­pe mit den 16. Gesamt­frän­ki­schen Thea­ter­ta­gen im April 2002 gefei­ert. 2013 rich­te­te der Ver­ein anläss­lich sei­nes 25. Ver­eins­ju­bi­lä­ums und des Dorf­ju­bi­lä­ums in Zusam­men­ar­beit mit der Arbeits­ge­mein­schaft Mundart-Theater Fran­ken den 15. Unter­frän­ki­schen Mund­art­thea­ter­tag „Thea­ter und süsst wos“ aus. Es folg­ten viele wei­te­re abend­fül­len­de Stü­cke, wie z. B. 2016 „Liebe ist ein selt­sa­mes Spiel“, 2017 „Die Fal­sche im Arm“ und ver­gan­ge­nes Jahr „End­lich sind die Wei­ber fort“.

www.heimatverein-geldersheim.de

© Kirs­ten Tanja

Shake­speares Kauf­mann
Eine Dramö­die mit Herz von Wil­liam Shake­speare
Frei­tag, 13.09.2019, 15:00 Uhr, Frei­licht­büh­ne Söm­mers­dorf
Regie: Ulrich Schwarz

Ein Mit­gift­jä­ger will sei­nen Onkel anpum­pen, den „König der Kauf­leu­te“. Der ist grad nicht flüs­sig und gibt Bürg­schaft für einen Kre­dit. Als Pfand will der jüdi­sche Geber ein Pfund Fleisch (sprich: das Herz!) vom christ­li­chen Schuld­ner.
Ein Krimi ums Blut unse­rer Welt: das Geld.

Spiel­brett Dres­den (Sach­sen)
Die Thea­ter­grup­pe Spiel­brett wurde 1985 gegrün­det und wird seit­dem künst­le­risch gelei­tet von Schau­spie­ler und Regis­seur Ulrich Schwarz. Spiel­brett steht für poli­ti­sches (Geor­ge Tabo­ri, Dario Fo) und gro­tes­kes Thea­ter (Mro­zek), steht für die Suche nach bild­haf­tem Thea­ter, denn: Was man spie­len kann, muss man nicht sagen. Die Grup­pe tritt pro Jahr ca. 50 Mal auf und beschränkt sich mit Auf­trit­ten nicht nur auf ihr Stamm­haus, das „Thea­ter­haus RUDI“ in Dres­den. Höhe­punkt ist seit 1986 jedes Jahr eine ein­wö­chi­ge Som­mer­tour mit Pferd und Wagen durch Dör­fer und Städ­te der Säch­si­schen Schweiz, des Erz­ge­bir­ges und dar­über hin­aus. Gespielt wird tra­di­tio­nell ein Stück von Shake­speare; die Grup­pe tritt damit in Knei­pen­sä­len genau­so auf wie in Burg­hö­fen und auf Natur­büh­nen, um tem­po­reich und bunt „nicht schau zu reden, son­dern schau zu spie­len“.
Im Reper­toire sind stets vier bis sechs Stü­cke, die von etwa 40 akti­ven Mit­glie­dern getra­gen wer­den: Schü­ler, Stu­den­ten, Men­schen mit und ohne Arbeit. Zum Ver­eins­le­ben gehö­ren das zwei­mal wöchent­li­che Pro­ben, das selb­stän­di­ge Erar­bei­ten der Büh­nen­bil­der, Requi­si­ten und Kos­tü­me und die monat­li­che Ver­eins­sit­zung. Das Ensem­ble gewann u. a. 2007 den 1. Säch­si­schen Ama­teur­thea­ter­preis für die beste Insze­nie­rung („Hagen, Deutsch­land“). Spiel­brett ist Mit­glied im Lan­des­ver­band Ama­teur­thea­ter Sach­sen.


©Schle­cker

Der Pfen­nig­fuch­ser
von Thad­de­us Troll nach Moliè­re ins Baye­ri­sche über­tra­gen
Frei­tag, 13.09.2019, 19:30 Uhr, Robert-Seemann-Halle
Regie: Horst Rankl

Moliè­res Werk „L’Avare“, „Der Gei­zi­ge“, stellt das Las­ter des Gei­zes in den Mit­tel­punkt sei­ner Komö­die. Thad­dä­us Troll setz­te Molie­res „L’Avare“ um und redu­zier­te die Spiel­fi­gu­ren auf das Not­wen­digs­te. Er befrei­te die Spra­che von baro­cken Schnörkseln, und stell­te das Gesche­hen ins Jahr 1875. Horst Rankl über­trug das Stück ins ober­bai­ri­sche Rosen­heim und gab ihm somit einen außer­ge­wöhn­li­chen Lokal­ko­lo­rit. Letzt­lich kommt es in die­sem Spiel, wie es kom­men muss: Der Ver­such, den Reich­tum zu ver­meh­ren, zeigt dem noto­ri­schen Pfen­nig­fuch­ser auf, dass die Liebe der Meh­rung sei­nes Reich­tums ihre Gren­zen setzt.
Diese Insze­nie­rung ist sowohl in Spra­che als auch in Bewe­gung und Aus­stat­tung eine Mischung aus klas­si­scher Spiel­art, Ele­men­ten der Com­me­dia dell’Arte und einem „ ver­tret­ba­ren Maß an Moder­ne“. Rankl gab sei­ner Fas­sung den Titel „Der Pfen­nig­fuch­ser“, was einem bai­ri­schen Gei­zi­gen in jeder Weise gerecht wird.

Thea­ter Rosen­heim (Bay­ern)
Das Thea­ter Rosen­heim lässt sich bis in das 16. Jahr­hun­dert zurück­ver­fol­gen. Es gehör­te damals, wie viele Spiel­grup­pen im süd­li­chen Ober­bay­ern, zum tra­di­tio­nel­len Pas­si­ons­spiel und hat sich im Laufe der Zeit zum Volks­thea­ter ent­wi­ckelt. 1963 wurde die Grup­pe neu gegrün­det. Auf dem Spiel­plan ste­hen für das Volks­schau­spiel die Werke baye­ri­scher und öster­rei­chi­scher Autoren, aber auch die gro­ßen Klas­si­ker der deut­schen und der Welt­li­te­ra­tur haben ihren Platz.. Dane­ben wirkt das Thea­ter Rosen­heim mit sei­nen auf­wän­di­gen Insze­nie­run­gen im Thea­ter für Kin­der weit über die loka­len Gren­zen hin­aus. Ott­fried Preuß­lers und Astrid Lind­grens Stü­cke kon­kur­rie­ren mit denen von Peter Maffay oder Walt Dis­ney. Ein wei­te­res Ereig­nis sind die alle zwei Jahre wie­der­keh­ren­den his­to­ri­schen Stadt­spie­le, die als Frei­licht­thea­ter die Geschich­te der Stadt Rosen­heim und ihrer Regi­on auf ver­schie­de­nen Plät­zen in der Alt­stadt mit gro­ßem per­so­nel­len und tech­ni­schen Auf­wand dar­stel­len.

www.theater-ro.de

Die Fahrtkosten der Gruppe werden gefördert vom

©Erich Vil­lem­soo

Alice Fan­ta­sie­land
Eigen­pro­duk­ti­on
Sams­tag, 14.09.2019, 10:30 Uhr / Robert-Seemann-Halle
Regie: Swet­la­na Vil­lem­soo

Die Kinder- und Jugend­thea­ter­grup­pe „SKO­MO­RO­CHI“ des deutsch-russischen Kul­tur­ver­eins Brü­cken e.V. prä­sen­tiert die Thea­ter­in­sze­nie­rung „Alice Fan­ta­sie­land“, basie­rend auf „Alice im Wun­der­land“ von Lewis Car­roll. Bei die­sem Pro­jekt sind ins­ge­samt 22 Kin­der und Jugend­li­che im Alter zwi­schen 5 bis 15 Jah­ren betei­ligt. Dar­un­ter sind nicht nur Kin­der und Jugend­li­che, die in Deutsch­land gebo­ren wur­den und die Mut­ter­spra­che ihrer Eltern (Rus­sisch) in Wort und Schrift beherr­schen, son­dern auch Kin­der und Jugend­li­che mit Migra­ti­ons­er­fah­rung.

In die­sem Thea­ter­stück expe­ri­men­tiert die Grup­pe zum einem mit einer Form des „Absur­den Thea­ters“ und zum ande­ren mit einer par­al­le­len Auf­füh­rung live auf der Bühne und als Film auf der Lein­wand. Las­sen Sie sich beein­dru­cken von den Uni­ka­ten des Kos­tüms, der Maske und des Büh­nen­bil­des.

Die Kinder- und Jugend­thea­ter­grup­pe SKO­MO­RO­CHI des deutsch-russischen Kul­tur­ver­eins Brü­cken e.V.
Seit 2015 arbei­tet die Kinder- und Jugend­thea­ter­grup­pe SKO­MO­RO­CHI (über­setzt: Hof­nar­ren) beim deutsch-russischen Kul­tur­ver­ein Brü­cken e. V. Ins­ge­samt sind hier 22 Kin­der und Jugend­li­che in zwei Alters­grup­pen aktiv. Im Rah­men der Vor­be­rei­tung für das Thea­ter­stück erlern­ten die Teil­neh­men­den Grund­la­gen des Thea­ter­spiels: Schau­spie­le­rei, Büh­nen­spra­che und Büh­nen­be­we­gung. Durch das Spie­len ver­schie­de­ner Rol­len wer­den auch das Selbst­be­wusst­sein und die Per­sön­lich­keit der Ein­zel­nen gestärkt. Die Thea­ter­stü­cke ent­ste­hen meis­tens aus der Vor­la­ge eines Mär­chens oder einer Geschich­te und wer­den aus spon­ta­nen Impul­sen der Kin­der insze­niert.

www.bruecken-erlangen.de

Der Dorf­teu­fel – Micha­el Hely
von Dani­lo Fio­ri­ti
Sams­tag, 14.09.2019, 16:00 Uhr, Frei­licht­büh­ne Söm­mers­dorf
Regie: Jürgen Flüg­ge

Was pas­siert, wenn einen die Her­kunft nie­mals los­lässt und der Schat­ten der Fami­lie das eige­ne Schick­sal bestimmt? In sei­nem preis­ge­krön­ten Roman „Micha­el Hely“ wid­me­te sich der erste Büch­ner Preis­trä­ger Adam Kar­ril­lon genau die­ser Frage. Für die Frei­licht­büh­ne haben die Som­mer­spie­le Über­wald in die­sem Jahr den Roman über Micha­el Hely, jüngs­ter Spross der Säufer­fa­mi­lie Hely in Wald Michel­bach, für die Bühne adap­tiert. Gezeigt wird die Über­wäl­der Gesell­schaft des 19. Jahr­hun­derts so, wie Adam Kar­ril­lon sie wohl gese­hen hat: als eine Welt vol­ler skur­ri­ler Gestal­ten und abstru­ser Welt­an­schau­un­gen, in der der ein­zig Nor­ma­le als Son­der­ling erscheint. Eine anrührig-emotionale Lebens­ge­schich­te, gespickt mit vie­len lus­ti­gen Bege­ben­hei­ten – ganz so, wie das Leben sie wohl schrei­ben könn­te.

Som­mer­spie­le Über­wald (Hes­sen)
Die Ama­teur­thea­ter­grup­pe wurde von Jürgen Flüg­ge und Dani­lo Fio­ri­ti sowie ande­ren Mit­wir­ken­den im Jahr 2008 gegrün­det. Alle Alters­grup­pen sind hier ver­tre­ten. Die jüngs­ten Schauspieler*innen sind sechs und sie­ben Jahre, die ältes­ten 75 Jahre alt. Die Stü­cke wer­den von einem beson­de­ren Leit­ge­dan­ken getra­gen: „Wir wol­len regio­na­le Geschich­ten auf der Bühne erleb­bar, die Viel­fäl­tig­keit der Regi­on Über­wald und Oden­wald bekann­ter machen und die Neu­gier­de für hei­mi­sche Geschich­te wecken. Alle Stü­cke wer­den wei­test­ge­hend in Oden­wäl­der Mund­art insze­niert. Stoff für unse­re Stü­cke fin­den wir in viel­fa­chen Legen­den, Geschich­ten und Erzäh­lun­gen aus der Regi­on.“ Neben dem Räu­ber­haupt­mann Höl­zer­lips (2009), der im Oden­wald und an der Berg­stra­ße sein Unwe­sen trieb, und dafür in einem spek­ta­ku­lä­ren Schau­pro­zess in Hei­del­berg hin­ge­rich­tet wurde, waren eine his­to­ri­sche Geschich­te über ein jugend­li­ches Pär­chen (2011), das im Wald-Michelbach der Nach­kriegs­zeit von ame­ri­ka­ni­schen Sol­da­ten unter unge­klär­ten Umstän­den erschos­sen wurde, sowie die Legen­de vom ver­fluch­ten Roden­stei­ner Rit­ter (2012), der untot mit sei­nem wil­den Heer im Oden­wald Krieg und Ver­wüs­tung vor­aus­sagt, Grund­la­ge für einen Teil der Stü­cke.

http://www.sommerspiele-ueberwald.wg.vu/


©Über­hol­spur

Glo­cken – läu­ten
Eigen­pro­duk­ti­on
Sams­tag, 14.09.2019, 20:30 Uhr, Robert-Seemann-Halle
Regie: Maria Tha­ler Neu­wirth

Glo­cken läu­ten zu freu­di­gen, fest­li­chen, trau­ri­gen und bedroh­li­chen Anläs­sen. Die sie­ben Schauspieler*innen sind die­sen Klän­gen nach­ge­gan­gen und haben in ihrem Erfah­rungs­schatz nach Situa­tio­nen gesucht, in denen zum Klang der Glo­cken etwas Tief­grei­fen­des in ihrem Leben pas­siert ist. Dabei ist ein lus­ti­ges, poe­ti­sches und warm­her­zi­ges Thea­ter­stück ent­stan­den.

Über­hol­spur (Süd­ti­rol)
Die Grup­pe hat sich im Rah­men eines Thea­ter­work­shops 2018 zusam­men­ge­fun­den. Die Spieler*innen kom­men aus allen Lan­des­tei­len Süd­ti­rols und spie­len ihr selbst erar­bei­te­tes Stück in allen drei Lan­des­spra­chen: Deutsch – Ita­lie­nisch – Ladi­nisch.

www.stv.it

Die Fahrtkosten der Gruppe werden gefördert von

Koope­ra­ti­ons­part­ner

Die Arbeits­ge­mein­schaft Mundart-Theater Fran­ken e.V. ent­stand im Jahr 1981. Eine Besin­nung auf frän­ki­sche Stü­cke und Inhal­te, die Ver­brei­tung einer „Gesamt­frän­ki­schen Mundarttheater-Idee“ mit der För­de­rung orgi­nal­frän­ki­scher Stü­cke und der Zusam­men­füh­rung von Autoren und Spiel­grup­pen sowie der Quer­ver­bin­dun­gen zu ande­ren frän­ki­schen Kul­tur­be­rei­chen (Musik, Tanz und Brauch­tum sowie Lite­ra­tur) waren und sind zen­tra­les Anlie­gen der Arbeits­ge­mein­schaft Mundart-Theater Fran­ken e.V. Ange­spro­chen sind alle Thea­ter­grup­pen im frän­ki­schen Raum. Gesucht ist die Viel­falt der frän­ki­schen Mund­art­kul­tur, sowohl im Mund­art­thea­ter­be­reich als auch im Bereich der Mund­art Prosa – und Lyrik. Wir spre­chen des­halb hier­mit auch alle Autoren und Ein­zel­künst­ler an.
Die Durch­füh­rung frän­ki­scher Mund­art­thea­ter­ta­ge in den unter­schied­li­chen Regio­nen (Ober-, Mittel-, Unter­fran­ken, Hohenlohe-Franken und auch Süd-Thüringen-Franken) bil­den inzwi­schen einen fes­ten Bestand­teil der Arbeits­ge­mein­schaft.
Die Arbeits­ge­mein­schaft hat sich zum Ziel gesetzt, den Spiel­grup­pen durch Fort­bil­dungs­an­ge­bo­te und Semi­na­re viel­fäl­ti­ge Hil­fen zukom­men zu las­sen.

Der­zeit ver­tritt die Arbeits­ge­mein­schaft die Inter­es­sen von 165 Mit­glieds­grup­pen.

http://mundart-theater-franken.de/

Söm­mers­dorf hat ein sehr leben­di­ges Ver­eins­le­ben vor­zu­wei­sen und viele Söm­mers­dor­fer sind in meh­re­ren Ver­ei­nen gleich­zei­tig aktiv. Einer die­ser Ver­ei­ne, der Pas­si­ons­spiel­ver­ein, macht Söm­mers­dorf zu etwas ganz Beson­de­rem. Die Tra­di­ti­on des Pas­si­ons­spiels seit 1933 hat eine ein­zig­ar­ti­ge Dorf­ge­mein­schaft ent­ste­hen las­sen, die Gro­ßes geleis­tet hat und jetzt neue Wege geht.

Für die ers­ten bei­den Auf­füh­rungs­jah­re 1933 und 1934 wur­den 14.000 Besu­cher gezählt. Die Auf­füh­run­gen konn­ten ab 1935 zunächst nicht wei­ter­ge­führt wer­den, da die Reichs­thea­ter­kam­mer keine Geneh­mi­gung für die nächs­te Spiel­zeit erteil­te. Nach dem Zwei­ten Welt­krieg began­nen 1950 wie­der ört­li­che Ver­eins­ak­ti­vi­tä­ten, sodass 1957 und 1958 wie­der Pas­si­ons­auf­füh­run­gen mit ins­ge­samt 40.000 Besu­chern statt­fin­den konn­ten. Wei­te­re Pas­si­ons­spie­le wur­den in den Jah­ren 1961, 1967 und 1968 auf­ge­führt. Seit­dem wird im bis heute gel­ten­den regel­mä­ßi­gen Rhyth­mus von fünf Jah­ren gespielt.

Für die Auf­füh­run­gen 2013 und 2018 ver­pflich­te­te man die Thea­ter­päd­ago­gin Mari­on Beyer und den Kultur- und Thea­ter­päd­ago­gen BuT Her­mann J. Vief aus Coburg als neue Regis­seu­re. Bis zum heu­ti­gen Tag wurde das Spiel inhalt­lich immer wei­ter ent­wi­ckelt und auch die Zahl der Mit­spie­ler erwei­ter­te sich. Waren es anfangs noch 70 bzw. 75 Mit­spie­ler sind heute etwa 400 der ca. 700 Orts­ein­woh­ner aktiv bei den Auf­füh­run­gen dabei. Dazu kom­men etli­che Hel­fer im Umfeld, die die Ein­wei­sung des Besu­cher­ver­kehrs, die Kasse und die Besu­cher­be­treu­ung über­neh­men. In der acht­zig­jäh­ri­gen Ver­eins­ge­schich­te haben ins­ge­samt fast 400.000 Men­schen den Weg nach Söm­mers­dorf gefun­den.

www.passionsspiele-soemmersdorf.de

Veranstalter des Festivals Wurzelwerk sind der Bund Deutscher Amateurtheater e. V.
mit seinem Bundesarbeitskreis „Mundart und Sprachen“
und die Arbeitsgemeinschaft Mundart-Theater Franken e. V.

Info & Kontakt:

Bund Deutscher Amateurtheater e. V.
Tina Hohmann
Assistenz Öffentlichkeitsarbeit, BAK Mundart und Sprachen
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