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Inno­va­ti­ons­för­de­rung 2013

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Zum zwei­ten Mal wer­den vom Bund Deut­scher Ama­teur­thea­ter (BDAT) im Rah­men der „amarena-Innovationsförderung“ aus­ge­wähl­te Pro­jek­te mit ins­ge­samt 25.000 Euro geför­dert. ins­ge­samt haben sich 50 Pro­jek­te bewor­ben. Davon wur­den sie­ben Ama­teur­thea­ter­pro­jek­te geför­dert.

Trommer Sommer, Tromm/Gemeinde Grasellenbach (Hessen) //

„Theater – Traktor: Mobiles Bauwagentheater für die Kindergärten im Odenwald“

„Ein anti­ker Trak­tor mit einem klei­nen Thea­ter im Bau­wa­gen tourt im Som­mer durch den länd­li­chen Raum, um in Kin­der­ein­rich­tun­gen die Lust am Thea­ter­spiel zu wecken. Akteu­re der Som­mer­spie­le Über­wald möch­ten in dem inter­ak­ti­ven Thea­ter selbst ent­wi­ckel­te Sprach­spie­le und klei­ne Geschich­ten zur Auf­füh­rung brin­gen, die regio­na­len Mär­chen und Mythen, Tier­fa­beln und Natur­pa­ra­beln ent­lehnt sind. In dem bun­ten Traktor-Bauwagen-Theater kön­nen die Kin­der nach der Vor­stel­lung mit den Mate­ria­li­en arbei­ten, die Stü­cke „ver­ar­bei­ten“ oder eige­ne Stü­cke erfin­den. Das Kura­to­ri­um för­dert das Kon­zept des Trom­mer Som­mers e.V., im länd­li­chen Raum des Oden­wal­des ein mobi­les Ama­teur­thea­ter zur Sprach­för­de­rung und Inte­gra­ti­on klei­ner Kin­der auf­zu­bau­en, des­sen poe­sie­vol­le Stü­cke der früh­kind­li­chen Erfah­rung ent­spre­chen und ihrer Ent­wick­lungs­stu­fe gerecht wer­den.

Frank Grünert (Mitglied des amarena-Kuratoriums)

Studio-Bühne Essen (Nordrhein-Westfalen) //

„Ich bin ein amüsanter Clown für einen Nachmittag“ (Anne Frank, August 1944)“

„Seit 1951 bie­tet die­ses Ama­teur­thea­ter kon­ti­nu­ier­li­ch und erfolg­reich sowohl her­an­wach­sen­den als auch älte­ren Gene­ra­tio­nen Spiel­räu­me für unter­schied­lichs­te Thea­ter­for­men und viel­fäl­ti­ge Koope­ra­ti­ons­mög­lich­kei­ten an. Das Anne Frank Pro­jekt ver­eint Mit­wir­ken­de im Alter von 16 bis 76, setzt sich mit dem Erwach­sen­wer­den in unse­rer Zeit, dem bekann­ten Tage­buch und über­grei­fend mit dem Zeit­ge­sche­hen – Syri­en – aus­ein­an­der. Neben eige­ner und lite­ra­ri­scher  Spra­che wer­den ins­be­son­de­re Mit­tel des Bewe­gungs­thea­ters aus­pro­biert, um ,Unaus­sprech­li­ches‘ erleb­nis­haft zu machen. Das Pro­jekt ver­steht sich auch als Wort­mel­dung gegen die Eta­blie­rung der NPD-Landeszentrale in Essen.“

Prof. Bernd Guhr (Mitglied des amarena-Kuratoriums)

Türkisch-Deutsches Theater Hildesheim (Niedersachsen) //

„Das Grundgesetz – sehr sehr frei nach…“

„Einem künstlerisch-dokumentarischen Ansatz rund um das Thema Asyl und Fami­lie fol­gend, wird der Zuschau­er bei dem Pro­jekt ,Das Grund­ge­setz – sehr sehr frei nach ….‘ mit auf eine Reise durch deut­sche Gesetz­bü­cher und büro­kra­ti­sche Räume genom­men. Beson­ders span­nend daran ist, dass die Zuschau­er mit ent­schei­den, wie es wei­ter geht auf dem Weg zur Auf­ent­halts­ge­neh­mi­gung. So kann Thea­ter zu einer Platt­form wer­den, um über Poli­tik nach­zu­den­ken und zu zei­gen, wie es ist, wie es sein könn­te und wie es eben nicht sein soll­te‘.

Eva Bittner (Mitglied des amarena-Kuratoriums)

Griechische Gemeinde Castrop-Rauxel (Nordrhein-Westfalen) //

„Prometheus, ein winterliches TheaterFeuer-Spektakel“

„Das Pro­jekt ,Pro­me­theus‘ des Kul­tur­zen­trums Agora der Grie­chi­schen Gemein­de Castrop- Rau­xel e.V. ist ein poli­ti­sches, thea­tra­les und sinn­li­ches „Community-Art-Projekt“, das mit den ursprüng­li­chen Mit­teln des Thea­ters – also des ,Geschich­ten erzäh­lens‘ – (geis­ti­ge) Mau­ern ein­reißt und Gemein­schaft vital för­dert. Es führt Zuschau­er wie Akteu­re an die Wur­zeln der euro­päi­schen (Theater-)Kultur und nutzt den Mythos ,Pro­me­theus‘ ganz direkt als Freund und Kul­tur­stif­ter der Mensch­heit. In finan­zi­ell und poli­ti­sch ange­spann­ten Zei­ten ist es beson­ders wich­tig, kul­tu­rel­le Viel­falt zu för­dern und ein inte­gra­ti­ves Mit­ein­an­der zu leben.

Christine Bossert (Mitglied des amarena-Kuratoriums)

Cirque Obscure, Pforzheim (Baden-Württemberg) //

„COCOON – Multisensorisches Figurentheater“

„Das Kura­to­ri­um ent­schied sich zur För­de­rung eines Pro­jekts des Cir­que Obscu­re in Pforz­heim, das Men­schen mit kom­ple­xen Behin­de­run­gen in einem geschütz­ten, thea­tra­len Raum in eine ein­fa­che Mär­chen­hand­lung ein­webt und mit vie­len sen­so­ri­schen, aber sanf­ten Rei­zen eine beson­de­re Kom­mu­ni­ka­ti­on zwi­schen die­sen beson­de­ren Zuschau­ern und dem Figu­ren­thea­ter ermög­licht. Das Kura­to­ri­um zeigt mit dem ,amarena Inno­va­ti­ons­preis‘ für ,Cocoon – Mul­ti­sen­so­ri­sches Figu­ren­thea­ter‘, dass Pro­jek­te, die sich auf beson­ders durch­dach­te Weise auch einer klei­nen Ziel­grup­pe zuwen­den, im Ama­teur­thea­ter­be­reich sel­ten und beson­ders för­de­rungs­wür­dig sind.“

Miriam Deforth (Mitglied des amarena-Kuratoriums)

die bühne, Dresden (Sachsen) //

„schnell & schmutzig“

„Man gebe acht Thea­ter­grup­pen ein Thema, an dem sie sich 48 Stun­den lang abar­bei­ten kön­nen, um anschlie­ßend mit ihren 10minütigen Shows in einem Wett­kampf gegen­ein­an­der anzu­tre­ten. Was fast wie eine neue Reality-TV-Sendung anmu­tet, ist das Mini-Theater-Produktions-Festival ,schnell & schmut­zig‘. Hier steht das Thea­ter­ma­chen, der ,Moment des Schaf­fens in sei­ner reins­ten Form‘ im Mit­tel­punkt. Das Kura­to­ri­um hält ,schnell & schmut­zig‘ für för­der­wür­dig und bei­spiel­haft, weil mit die­sem For­mat die Ama­teur­thea­ter­land­schaft um ein ,wah­res‘ Thea­ter­fes­ti­val berei­chert wird, bei dem der Ent­wick­lung von Ideen, dem Rin­gen um die gelun­gen­s­te Form, dem Glü­cken und Schei­tern im thea­tra­len Pro­zess größt­mög­li­che Aner­ken­nung geschenkt wird.“

Prof. Dr. Romi Domkowsky (Mitglied des amarena-Kuratoriums)

TPZ / Theater am Markt (TAM) im Stadtjugendring e.V., Eisenach (Thüringen) //

„Kollaps.13“

„Thea­ter gestal­tet Gesell­schaft – gegen den Kol­laps des Sys­tems! Das ist kurz gesagt der krea­ti­ve Umgang mit der Finanz­kri­se vor der eige­nen Tür des Thea­ter­päd­ago­gi­schen Zentrums/Theater am Markt in Eisen­ach. Weil Thea­ter hier mit meh­re­ren pro­zess­haf­ten Pro­jek­ten unter dem Gesamt­kon­zept „Kollaps.13″ weit über seine Büh­nen­kan­te hin­aus in die Stadt wirkt, fin­det das Kura­to­ri­um der amarena-Innovationsförderung 2013 das för­der­wür­dig und bei­spiel­haft.“

Marcus Joos (Mitglied des amarena-Kuratoriums)

Kuratorium

Frank Grünert // Kura­to­ri­ums­vor­sit­zen­der amarena/Vizepräsident BDAT/

Vor­sit­zen­der Thü­rin­ger Thea­ter­ver­band

Heribert Knecht // Vor­sit­zen­der Ver­band Deut­scher Frei­licht­büh­nen – Nord

Prof. Bernd Guhr // Schauspielpädagoge/Regisseur

Prof. Dr. Romi Dom­kow­sky // Sozialpädagogin/Theaterpädagogin

Chris­ti­ne Bos­sert // Regisseurin/Dozentin

Eva Bitt­ner // Lei­tung Thea­ter der Erfah­run­gen

Mar­cus Joos // Vor­stands­mit­glied Lan­des­ver­band Ama­teur­thea­ter Baden-Württemberg

Ste­phan Schnell // BDAT-Bildungsreferent/nicht stimm­be­rech­tigt

Norbert Niclauss // BKM, Refe­rat für Musik, Dar­stel­len­de Küns­te, Son­der­be­rei­che

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