Aktuelle Nachricht

THEA­TER­WEL­TEN 2021

Digi­ta­les Come Tog­e­ther mit Inspi­ra­tio­nen aus allen Weltregionen

Moderationsteam Darina Startseva (Festival-Management) und Stephan Schnell (Künstlerischer Leiter Theaterwelten)

Foto BDAT // Mode­ra­ti­ons­team auf You­Tube: Dar­i­na Starts­e­va (Festival-Management) und Ste­phan Schnell (Künst­le­ri­scher Lei­ter Theaterwelten)

// Berlin, 20. Juni 2021 //
Per­for­ma­tiv, thea­tral, medi­al, dis­kur­siv. Als „spe­cial online edi­ti­on“ fand das vier­tä­gi­ge inter­na­tio­na­le Fes­ti­val und Netz­werk­tref­fen THEA­TER­WEL­TEN heute per Live-Stream auf dem YouTube-Kanal des Bund Deut­scher Ama­teur­thea­ter (BDAT) sei­nen Abschluss. Vom 17. bis 20. Juni 2021 nah­men mehr als 1.500 Thea­ter­in­ter­es­sier­te an rund 20 digi­ta­len Ses­si­ons teil und tra­fen sich in vir­tu­el­len Räu­men zu künst­le­ri­schen Inter­ven­tio­nen, Dis­kus­sio­nen und Talk. 

In sei­nem Eröff­nungs­gruß­wort hob der Minis­ter für Kul­tur, Bundes- und Euro­pa­an­ge­le­gen­hei­ten und Chef der Thü­rin­ger Staats­kanz­lei Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff her­vor, dass auch ein vir­tu­el­les Fes­ti­val das Fens­ter zur inter­na­tio­na­len Thea­ter­welt öffne. Diese wurde reprä­sen­tiert von Grup­pen und Akteur*innen aus den Phil­ip­pi­nen, der Ukrai­ne, Chile, Mexi­ko, Iran, Bel­gi­en, Tan­sa­nia, Liba­non, Aus­tra­li­en und Deutsch­land. Die Künstler*innen zeig­ten in ihren teils live gestream­ten, teils auf­ge­zeich­ne­ten Bei­trä­gen ver­schie­dens­te, gen­re­über­grei­fen­de Thea­ter­me­tho­den und inno­va­ti­ve künst­le­ri­sche Ansät­ze. Vor dem Hin­ter­grund der jewei­li­gen kul­tu­rel­len wie auch indi­vi­du­el­len, sozia­len Iden­ti­tä­ten reich­ten die Geschich­ten von Mythen über tra­dier­te Rol­len­bil­der bis zur tän­ze­ri­schen Aus­ein­an­der­set­zung in und mit der Natur. In vie­len Gesprächs­for­ma­ten waren auf­grund der aktu­el­len Lage auch „künst­le­ri­sche Über­le­bens­stra­te­gien“ in der Pan­de­mie­zeit ein Thema.

Ein wei­te­rer zen­tra­ler Festival-Baustein war das Sym­po­si­um zum Thema „Männ­lich­keits­bil­der im (Amateur)Theater“. Robert Pasch­mann, Dipl. Kultur- und Poli­tik­wis­sen­schaft­ler sprach in sei­nem Keynote-Vortrag über Männ­lich­keits­bil­der in der Gesell­schaft und ihre Rolle im gesell­schafts­po­li­ti­schen Dis­kurs. Dabei ord­ne­te er das Thema his­to­risch wie auch im aktu­el­len Kon­text ein. Er for­der­te dazu auf, Mut zur Selbst­re­fle­xi­on auf­zu­brin­gen und das eige­ne Den­ken und Han­deln zu hinterfragen.

Am zwei­ten Symposium-Tag stand der inter­na­tio­na­le Blick auf Männ­lich­keits­bil­der im Fokus. Omid Mas­ha­di Abdol­rah­man (Iran), Thea­ter­wis­sen­schaft­ler und Per­for­mance­künst­ler, gab in sei­nem Vor­trag einen Ein­blick in sein aktu­el­les For­schungs­pro­jekt. Er stell­te das Poten­ti­al des Ama­teur­thea­ters als kul­tu­rel­le Kraft und künst­le­ri­sche Stra­te­gie her­aus, als Gegen­erzäh­lung zu den domi­nan­ten kul­tu­rel­len Nar­ra­ti­ven. Die Ent­wick­lung von Männ­lich­keits­bil­dern, mit Blick auf die grie­chi­sche Mytho­lo­gie und Bezü­gen auf das Heute, skiz­zier­te der Cho­reo­graph und Schau­spie­ler Yor­rith de Bak­ker von Open­doek aus Bel­gi­en. Aktu­el­le künst­le­ri­sche Bei­spie­le gaben Ein­bli­cke in geschlech­ter­neu­tra­le Inszenierungsoptionen.

Wei­te­re Gesprächs­run­den zwi­schen Künstler*innen und digi­ta­lem Publi­kum wur­den dazu genutzt, Geschlech­ter­rol­len im Ama­teur­thea­ter, struk­tu­rell wie auch künst­le­risch, z. B. mit Blick auf Rol­len­be­set­zun­gen, kri­tisch zu hin­ter­fra­gen und mög­li­che neue Wege zu dis­ku­tie­ren. The­men­be­zo­ge­ne Work­shops ergänz­ten das Programm.
Am Ende sprach der Fes­ti­val­lei­ter, BDAT-Vizepräsident und Vor­sit­zen­de des Thü­rin­ger Thea­ter­ver­ban­des Frank Grünert die Ein­la­dung für die fünf­te Auf­la­ge des Fes­ti­vals aus. Es fin­det vom 9. bis 12. Juni 2022 erneut in Rudol­stadt statt. „Auch wenn das digi­ta­le Fes­ti­val trotz kur­zer Vor­be­rei­tungs­zeit her­vor­ra­gend gelun­gen ist und viel Reso­nanz fand, freu­en wir uns alle auf ein Präsenz-Festival mit rea­len Thea­ter­be­geg­nun­gen und viel Fes­ti­val­at­mo­sphä­re“, so Grünert. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen rund um das Fes­ti­val sowie eini­ge Streaming-Beiträge ste­hen auf:
» www.theaterwelten.info

Das Festival wurde gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, das Auswärtige Amt, die Staatskanzlei Thüringen/ Minister für Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten sowie von der Stadt Rudolstadt.
Kooperationspartner sind der Thüringer Theaterverband und der theater-spiel-laden Rudolstadt.

Info & Kontakt:

Bund Deutscher Amateurtheater e. V.
Darina Startseva
Internationales
ISI/ISA-Förderung
BAK Geschichte, Kultur und Bildung
Lützowplatz 9 // 10785 Berlin

Fon 030 2639859-18
Fax 030 263 98 59 -19

startseva@bdat.info