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Star­ke Reso­nanz auf Digi­ta­les Fes­ti­val amarena 2020

Mehr als 3.500 Stim­men für Publi­kums­preis in der Kate­go­rie „Thea­ter ist Leben!“

Foto Tho­mas Kel­ler / Pas­si­ons­spie­le Söm­mers­dorf

// Berlin, 12. Sep­tem­ber 2020 //
Nach drei Tagen fand das erste digi­ta­le Thea­ter­fes­ti­val des Bund Deut­scher Ama­teur­thea­ter (BDAT) am Sams­tag, den 12. Sep­tem­ber, mit der Gala und Ehrung der Preisträger*innen sei­nen span­nen­den Abschluss. Vier Ensem­bles hat­ten zuvor vom 10.-12. Sep­tem­ber ihre Insze­nie­run­gen prä­sen­tiert. Die Preisträger*innen in der fünf­ten Kate­go­rie „Thea­ter ist Leben!“ wur­den in der Fes­ti­val­wo­che über ein Online-Voting ermit­telt und erst bei der digi­ta­len Gala und Preis­ver­lei­hung am Sams­tag bekannt gege­ben. Sagen­haf­te 3.556 Stim­men zähl­te das Voting. Die Ent­schei­dung fiel auf die Frän­ki­schen Pas­si­ons­spie­le Söm­mers­dorf, die ihr gan­zes Dorf aktiv auf und hin­ter der Bühne teil­ha­ben las­sen. Nahe bei­ein­an­der folg­ten in die­ser Kate­go­rie die Nomi­nier­ten: Fami­lie Gas­sen­hau­er (Aurich) und Inclu­do! (St. Leon-Rot).

„Alle aus­ge­zeich­ne­ten Stü­cke ste­hen für mit­rei­ßen­des und inspi­rie­ren­des Thea­ter auf sehr hohem Niveau“, sagte Kul­tur­staats­mi­nis­te­rin Moni­ka Grüt­ters anläss­lich der Fes­ti­val­er­öff­nung. Sie hob her­vor, dass die Ama­teur­thea­ter viele Men­schen bewe­gen, Zusam­men­halt stif­ten und Kul­tu­rel­le Teil­ha­be ermög­li­chen. Der baden-württembergische Minis­ter­prä­si­dent und Schirm­herr Win­fried Kret­sch­mann brach­te seine Freu­de dar­über zum Aus­druck, dass das Fes­ti­val trotz Coro­na mög­lich ist, „auch wenn es nicht, wie ursprüng­lich geplant, in Fried­richs­ha­fen am Boden­see statt­fin­den kann, son­dern online, aber dafür mit neuen digi­ta­len For­ma­ten“.

DIE PREISTRÄGER*INNEN
Die Preisträger*innen prä­sen­tier­ten ihre Insze­nie­run­gen als Film oder fil­mi­schen Zusam­men­schnitt. Der erste Bei­trag kam vom Kol­lek­tiv Fracht­werk aus Mainz in der Kate­go­rie „Schau­spiel“. Das drei­köp­fi­ge Ensem­ble zeig­te die Eigen­pro­duk­ti­on „Der zer­broch­ne Kopf“, eine viel­schich­ti­ge Melan­ge aus Skript und Impro­vi­sa­ti­on über die mani­pu­la­ti­ve Macht in der Theater-Casting-Welt.

Das UK Thea­ter der Geschwister-Scholl-Schule prä­sen­tier­te sein Theater-Road-Movie in der Kate­go­rie „Kinder- und/oder Jugend­thea­ter“. „Auf zu neuen Aben­teu­ern“ heißt es in ihrer Insze­nie­rung „Rol­ler im Rog­gen“. Mit selbst­be­wuss­tem Blick auf ihre jewei­li­ge Lebens­si­tua­ti­on, vol­ler Selbst­iro­nie und mit poli­ti­schem State­ment über­zeug­ten die jun­gen Künstler*innen mit ihrer Geschich­te auf dem Weg ins Erwach­se­nen­le­ben.

Kos­tüm­rei­che, poe­ti­sche Bil­der und ein star­kes cho­ri­sches Spiel, unter­stützt von musi­ka­li­schen Ele­men­ten und beein­dru­cken­der Ton­tech­nik prä­sen­tier­te das Thea­ter­team Spiel­lust Michel­stadt. Rund 70 Akteur*innen über­zeug­ten auf gro­ßer Frei­licht­flä­che die Jury mit ihrer fan­ta­sie­rei­chen Insze­nie­rung „Alice – Folge dem wei­ßen Kanin­chen“, basie­rend auf Lewis Car­rols lite­ra­ri­schen Vor­la­gen, in der Kate­go­rie „Insze­nie­rung im länd­li­chen Raum“.

„Jetzt machen wir erst­mal nichts. Und dann war­ten wir ab.“, hieß es beim Alten­tanz­thea­ter Ensem­ble ZART­BIT­TER (Lud­wigs­burg) in der Kate­go­rie „Senior*innentheater“. Die Grup­pe, im Alter zwi­schen 60 und 80 Jah­ren, zeig­te beim Fes­ti­val einen Zusam­men­schnitt ihrer zwei­tei­li­gen Cho­reo­gra­phie. In einer Sym­bio­se aus Tanz, Kör­per­ar­beit und Spra­che setz­te das Ensem­ble mit beson­de­rer Ästhe­tik, authen­tisch und humor­voll, ihr künst­le­ri­sches State­ment in Szene.

Par­al­lel zu allen gezeig­ten Insze­nie­run­gen fan­den via You­Tube Live-Chats statt, die das digi­ta­le Publi­kum für Fra­gen und zum Aus­tausch nutz­te.

DIE PREIS­VER­LEI­HUNG
Die Preis­ver­lei­hung mit Wür­di­gun­gen durch die Jury­mit­glie­der bil­de­te am Sams­tag den Abschluss und einen letz­ten Höhe­punkt des Fes­ti­vals. Bun­des­fa­mi­li­en­mi­nis­te­rin Fran­zis­ka Gif­fey gra­tu­lier­te in ihrer Video­bot­schaft den Preisträger*innen und bedank­te sich für ihr Enga­ge­ment, ihre Lei­den­schaft und Krea­ti­vi­tät. Sie hob die genera­tio­nen­über­grei­fen­de Zusam­men­ar­beit her­vor und stell­te die Bedeu­tung der Bühne als Ort der Aus­ein­an­der­set­zung mit sich selbst und der Gesell­schaft her­aus. Mit gro­ßer Freu­de nah­men die Preisträger*innen in den fünf Kate­go­rien ihren Award und je 2.000 Euro Preis­geld ent­ge­gen.

Das Fes­ti­val wurde mode­riert und in den sozia­len Medi­en beglei­tet von der Schau­spie­le­rin und Thea­ter­päd­ago­gin Katha­ri­na Vöt­ter.

DIA­LOG UND INTER­AK­TI­ON
Mit einer Expert*innenrunde zum Thema „Digi­ta­li­tät und Ama­teur­thea­ter wurde ein aktu­el­ler Fokus gesetzt. Vertreter*innen des Ama­teur­thea­ters und des digi­ta­len Wan­dels spra­chen unter dem Ein­druck der letz­ten Mona­te über die rasan­te Ent­wick­lung digi­ta­ler For­ma­te, aber auch über Her­aus­for­de­run­gen für die Küns­te und die Men­schen.

Wäh­rend des Fes­ti­vals lie­fen über die Social-Media-Kanäle des BDAT diver­se Mitmach-Aktionen, die viel Reso­nanz her­vor­rie­fen. Die ange­bo­te­nen Austausch- und Work­shop­for­ma­te über Online-Plattformen ver­mit­tel­ten viele Impul­se. Ein posi­ti­ves Abschluss-Fazit zogen der Prä­si­dent des BDAT Simon Isser und der Künst­le­ri­sche Lei­ter Frank Grünert. Sie erklär­ten das erste digi­ta­le Fes­ti­val zu einem gelun­ge­nen Expe­ri­ment, das Lust mache auf mehr vir­tu­el­len Spiel­raum. Zugleich beton­ten sie die Not­wen­dig­keit und die kul­tu­rel­le und sozia­le Stär­ke der direk­ten, per­sön­li­chen künst­le­ri­schen Begeg­nung.

Die Streaming-Beiträge sind noch bis zum 20. Sep­tem­ber online anzu­schau­en:  www.bdat.info/amarena-digital/

Die Mit­glie­der der <strong>Preis-Jury</strong> unter dem Vor­sitz von Jun.-Prof. Dr. Vero­ni­ka Dari­an, Insti­tut für Thea­ter­wis­sen­schaft der Uni­ver­si­tät Leip­zig, fin­den Sie hier: <a href=“https://bdat.info/projekte/amarena/deutscher-amateurtheaterpreis/“>https://bdat.info/projekte/amarena/deutscher-amateurtheaterpreis/</a>
Die Mit­glie­der des <strong>Kuratoriums</strong>, ver­ant­wort­lich für die Nomi­nie­run­gen unter dem Vor­sitz von Frank Grünert, Vize­prä­si­dent BDAT und Vor­sit­zen­der des Thü­rin­ger Thea­ter­ver­ban­des, fin­den Sie hier:

Bei Fra­gen wen­den Sie sich gern an:
Ulri­ke Strau­be, Fes­ti­val­or­ga­ni­sa­ti­on amarena@bdat.info
Kat­rin Kel­ler­mann, Presse- und Öffent­lich­keits­re­fe­ren­tin BDAT: kellermann@bdat.info

Info & Kontakt:

Bund Deutscher Amateurtheater e.V.
Ulrike Straube
amarena – Deutscher Amateurtheaterpreis
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