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Ste­hen­de Ova­tio­nen für Kon­ku­bi­nen, Engel und Janis Jop­lin // Rudol­stadt war Gast­ge­ber der THEA­TER­WEL­TEN 2019

„Erle­ben, Agie­ren, Reflek­tie­ren!“: Thea­ter­be­geis­ter­te Men­schen aus 15 Län­dern gestal­te­ten das Fes­ti­val „Thea­ter­wel­ten“ mit außer­ge­wöhn­li­chen Auf­füh­run­gen und emo­tio­na­len Work­shops in Rudol­stadt.
(Foto: Mathi­as Baier)

// Rudolstadt/Berlin, 25. Juni 2019 // Am ver­gan­ge­nen Sonn­tag fand das Fes­ti­val Thea­ter­wel­ten im Thea­ter Rudol­stadt einen viel­spra­chi­gen Abschluss. Vom 20. bis 23. Juni 2019 konn­ten Inter­es­sier­te an inter­na­tio­na­len Work­shops teil­neh­men; aus die­sen prä­sen­tier­ten die Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer zum Fina­le des Fes­ti­vals humor­vol­le, akro­ba­ti­sche und emo­tio­na­le Kost­pro­ben ihrer Arbeit. Damit ende­te eine vier­tä­gi­ge Ent­de­ckungs­rei­se durch die Thea­ter­kon­ti­nen­te und eine Gesamt­schau von Dar­bie­tun­gen der gas­tie­ren­den Ensem­bles aus Malay­sia, Argen­ti­ni­en, Kuba, Finn­land und Alge­ri­en.

Das Fes­ti­val, in sei­ner drit­ten Auf­la­ge, war erneut ein Fest der Kul­tu­ren, das mit furio­sen Dar­bie­tun­gen und über­bor­den­der Spiel­freu­de Teil­neh­mer und Besu­cher begeis­ter­te. Erneut gelang es den Orga­ni­sa­to­ren, einen thea­tra­li­schen Cock­tail aus Dar­stel­lungs­for­men, Bild­spra­chen und Emo­tio­nen zu mixen, der die Zuschau­er immer wie­der zu Sze­nen­ap­plaus und ste­hen­den Ova­tio­nen hin­ge­ris­sen hat.

Es waren Dar­bie­tun­gen jun­ger, inno­va­ti­ver Thea­ter­künst­le­rin­nen und -künst­ler zu erle­ben. Auf dem Pro­gramm stan­den:

„INVA­SI­ON!“ vom Ilves Teat­te­ri aus Finn­land
… Das fin­ni­sche Ensem­ble Ilves Teat­te­ri prä­sen­tier­te ein Stück schwe­di­scher Gegen­warts­dra­ma­tik aus der Feder von Jonas Has­sen Khe­mi­ri. Dies geschah in einem furio­sen Tempo, mit vir­tuo­ser Büh­nen­prä­senz und in einer einer­seits fein akzen­tu­ier­ten und ande­rer­seits bild­ge­wal­ti­gen Insze­nie­rung. Eine wahr­haf­te Inva­si­on! …

„SCREAM OF PAIN“ von Gleam Group aus Alge­ri­en
… Edvard Munch trifft auf den Ara­bi­schen Früh­ling! Die Per­for­me­rin­nen und Per­for­mer erkämpf­ten sich buch­stäb­lich ihre Dar­bie­tung. Sie hin­gen in den Sei­len, schlif­fen sich die Haut ab, stan­den unter Druck und waren Unter­drü­cker. Sie bedräng­ten, schlu­gen und schnür­ten sich … Das Leben riss und zerr­te an ihnen. …

„EL ÁNGEL DE LA VALI­JA“ von TOJA & CAL­LA­CI aus Argen­ti­ni­en
… Drei Requi­si­ten: Tuch, Stock und Kof­fer … und ein her­aus­ra­gen­der Schau­spie­ler genüg­ten, um in die Geschich­te von Eze­quiel San­gui­net­ti ein­zu­tau­chen, der aus­er­wählt wurde, ein Engel zu wer­den. … Gran­dio­se pan­to­mi­mi­sche Ein­la­gen und ein fein­sin­ni­ger Humor waren in vie­len Momen­ten der Dar­bie­tung die non­ver­ba­len Mit­tel, um das Publi­kum zu fas­zi­nie­ren und es zu der Frage zu füh­ren: Viel­leicht ist der Him­mel nicht für alle? …

„FARE­WELL MY CON­CU­BI­NE – THE MOVE­MENT OF THE MAR­TYR“ vom Lee Wushu Arts Thea­t­re aus Malay­sia
… Ein lei­den­schaft­li­ches tän­ze­ri­sches Solo begeis­ter­te die Teil­neh­mer und Besu­cher der THEA­TER­WEL­TEN. … Fare­well my Con-cubine ist ein Epos in Bil­dern und Bewe­gun­gen, das seine inten­si­ve dar­stel­le­ri­sche Kör­per­lich­keit in die beweg­ten Emo­tio­nen sei­ner Betrach­ter ver­wan­delt … Darum, ver­wei­le doch …

„LAS BEBI­DAS SON POR PEARL“ vom Tea­tro sobre el cami­no aus Kuba
… Das Publi­kum erleb­te den expres­si­ven, kör­per­li­chen Ver­fall der Sän­ge­rin Janis Jop­lin, die über die Bühne wan­kend und stol­pernd unun­ter­bro­chen Alko­hol, Ziga­ret­ten und Dro­gen kon­su­miert. Kas­ka­den­ar­tig stürz­te die Dar­bie­tung auf die Zuschau­er ein; mit Humor und Esprit, mit Ver­zweif­lung und Angst. Die spie­le­ri­schen Explo­sio­nen und Implo­sio­nen der Haupt­dar­stel­le­rin waren über­wäl­ti­gend. …

Christian Schrö­ter, Dar­stel­ler im gast­ge­ben­den theater-spiel-laden Rudol­stadt und Thea­ter­päd­ago­ge im trans­kul­tu­rel­len Thespis-Zentrum des Deutsch-Sorbischen Thea­ters Baut­zen, führ­te mit sei­ner Form der clow­nes­ken Pan­to­mi­me ein­drucks­voll durch das Pro­gramm.

Für Simon Isser (Prä­si­dent des BDAT) ist das Fes­ti­val … „immer wie­der vol­ler span­nen­der Über­ra­schun­gen, da hier jedes Ensem­ble und alle Teil­neh­men­den ihre Kul­tur, ihre Tra­di­ti­on, ihre Thea­ter­form gleich­be­rech­tigt ein­brin­gen kön­nen.“ Für Rob van Gnech­ten, Prä­si­dent des Weltamateurtheaterver-bandes (IATA/AITA) ist „Rudol­stadt ein opti­ma­ler Aus­rich­tungs­ort für ein inter­na­tio­na­les Fes­ti­val. Alle Ver­an­stal­tun­gen fin­den atmo­sphä­risch dicht neben­ein­an­der auf den Büh­nen und in den Räu­men des Thü­rin­ger Lan­des­thea­ters statt.“ Im Juni 2021 laden wird erneut zu den „Thea­ter­wel­ten“ nach Rudol­stadt an, kün­digt Frank Grünert, Fes­ti­val­lei­ter und Vor­sit­zen­der des Thü­rin­ger Thea­ter­ver­ban­des, an.

 

Theaterwelten wurde veranstaltet vom Bund Deutscher Amateurtheater und dem Thüringer Theaterverband in Kooperation mit dem Theater Rudolstadt und dem theater-spiel-laden. Gefördert durch: Auswärtiges Amt, Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Thüringer Staatskanzlei, Stadt Rudolstadt.

 

Umfangreiche Impressionen finden Sie auf dem Festivalblog unter www.theaterwelten.info

Kon­takt:

BDAT Berlin, Kat­rin Kel­ler­mann, kellermann@bdat.info, Fon 030 2639859-16.

Thü­rin­ger Thea­ter­ver­band Rudol­stadt, Mathi­as Baier, info@thueringer-theaterverband.de, Fon 03672 488 51 64
Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zum Fes­ti­val ste­hen auf der Home­page unter: www.bdat.info oder www.theaterwelten.info

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