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125 Jahre leben­di­ges Ama­teur­thea­ter

// 15. Sep­tem­ber 2017

Eine illus­tre Reise durch die Ver­bands­ge­schich­te des BDAT

Mit einer bun­ten Reise durch die wech­sel­vol­le 125-jährige Geschich­te des Bun­des Deut­scher Ama­teur­thea­ter (BDAT) fand die Jubi­lä­ums­zeit des Dach­ver­ban­des nach 125 Tagen am 14. Sep­tem­ber 2017 bei einer fest­li­chen Gala sei­nen Abschluss. Zahl­rei­che Gäste aus dem In- und Aus­land waren der Ein­la­dung in die Aka­de­mie der Küns­te im Ber­li­ner Han­sa­vier­tel gefolgt. Zum Ein­stieg wurde die neue Publi­ka­ti­on zur „Geschich­te des BDAT und sei­ner Mit­glieds­or­ga­ni­sa­tio­nen“ vor­ge­stellt, her­aus­ge­ge­ben vom BDAT und sei­nem Bun­des­ar­beits­kreis „Geschich­te, Kul­tur und Bil­dung“.

Diese bie­tet einen ers­ten Über­bli­ck über die His­to­rie des Bun­des­ver­ban­des und die Ent­wick­lung sei­ner Mit­glieds­ver­bän­de auf Landes- und Bun­des­ebe­ne. Sie ver­deut­licht Gemein­sam­kei­ten, zeigt aber auch regio­na­le Unter­schie­de auf. Mit der Publi­ka­ti­on möch­te der Ver­band für die geschicht­li­che Erfor­schung des Ama­teur­thea­ters eine öffent­li­che Platt­form bie­ten.

BDAT-Präsident Simon Isser stell­te im Rah­men der Abschluss­ga­la vor dem Hin­ter­grund der Ver­bands­ge­schich­te die Viel­falt  und Leben­dig­keit des Ama­teur­thea­ters her­aus und ver­wies auf das große ehren­amt­li­che Enga­ge­ment.

Das Ama­teur­thea­ter hat in sei­ner Ent­wick­lung aller­dings nicht nur glän­zen­de, son­dern auch dunkle Sei­ten zu ver­abei­ten, das wurde sowohl bei der Buch­vor­stel­lung als auch bei der thea­tra­len Reise durch die Geschich­te des Ver­ban­des deut­li­ch. Vom Ama­teur­thea­ter im Kai­ser­reich über die Kul­tur­re­vo­lu­ti­on der 20er Jahre, die Zeit im Natio­nal­so­zia­lis­mus oder im geteil­ten Deutsch­land bis zur heu­ti­gen viel­fäl­ti­gen Thea­ter­sze­ne reich­ten die Impres­sio­nen, dar­ge­stellt von zahl­rei­chen Akteu­ren und Per­so­nen des Zeit­ge­sche­hens.

Gespie­gelt wur­den die Ent­wick­lungs­schrit­te in his­to­ri­schen und aktu­el­len Film­se­quen­zen, mit thea­tra­len und musi­ka­li­schen Bei­trä­gen, im dia­lo­gi­schem „Box­kampf“ oder auch in Bühnen-Interviews.

In sei­ner Fest­re­de sprach Prof. Dr. Gerd Koch zum Thema: „Ama­teur­thea­ter – eine bil­den­de Kunst“. Dabei beton­te er, dass Thea­ter weit mehr als eine bil­den­de Kunst oder krea­ti­ve Kraft sei: „Ama­teur­thea­ter bil­det zugleich – pro­fes­sio­nell und inter­dis­zi­pli­när – ver­schie­de­ne Küns­te aus, auch sol­che des Zusam­men­le­bens!“

Durch den Abend führ­te die Ber­li­ner Radio­mo­de­ra­to­rin und Come­di­an Ste­pha­nie Krau­se.

Der Bund Deut­scher Ama­teur­thea­ter wurde 1892 von sechs Grün­dungs­ver­ei­nen als „Ver­band der Privat-Theater-Vereine Deutsch­lands“ in Berlin gegrün­det. Heute hat der Dach­ver­band ins­ge­samt 20 Mit­glieds­or­ga­ni­sa­tio­nen mit mehr als 2.500 Mit­glieds­büh­nen. Dabei steht der Ver­band für ein „Thea­ter mit allen Men­schen und allen Thea­ter­for­men“, vom Kinder- und Jugend­thea­ter über Mehr­ge­ne­ra­tio­nen­thea­ter bis zum Senio­ren­thea­ter, vom Thea­ter­klas­si­ker über bio­gra­fi­sches bis zum expe­ri­men­tel­len Thea­ter, vom Saal­thea­ter über Stra­ßen­thea­ter bis zu den Frei­licht­büh­nen.

Mehr Infor­ma­tio­nen unter: www.125-jahre.bdat.info

Foto Laura de Wit

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Jugendheatergruppe Departure e.V. , Berlin / Foto: Laura de Wit

Jugend­hea­ter­grup­pe Depar­tu­re e.V. , Berlin // Foto: Laura de Wit

Die Graue Garde vom Theater der Erfahrungen, Berlin / Foto Laura de Wit

Die Graue Garde vom Thea­ter der Erfah­run­gen, Berlin // Foto Laura de Wit

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