Bun­des­frei­wil­li­gen­dienst

FAQ: Häu­fi­ge Fra­gen

Die Ein­satz­stel­le hat der­zeit einen Kos­ten­bei­trag von 380,00 Euro pro Jahr und pro Frei­wil­li­gen an den BDAT zu ent­rich­ten. Hier­für über­nimmt der BDAT als Trä­ger die Auf­ga­ben der Orga­ni­sa­ti­on und Durch­füh­rung der päd­ago­gi­schen Beglei­tung und Per­so­nal­ver­wal­tung. Dies wird durch eine geson­der­te Ver­ein­ba­rung zwi­schen Frei­wil­li­gen, Ein­satz­stel­le und BDAT gere­gelt.

Der vom BAfF­zA finan­zier­te maxi­ma­le Zuschuss für das monat­li­che Taschen­geld und die zu leis­ten­den Sozi­al­ver­si­che­rungs­ab­ga­ben, beträgt 350,- €. Bei­spiel (im Fol­gen­den han­delt es sich zur Ver­ein­fa­chung um gerun­de­te Zah­len!) Die Höchst­gren­ze des gesetz­li­ch mög­li­chen Taschen­gel­des beträgt zur Zeit 363,- € bei Voll­zeit­tä­tig­keit. Für Bun­des­frei­wil­li­gen „über 27 Jahre“ kön­nen Teil­zeit­ver­ein­ba­run­gen getrof­fen wer­den. Wir ver­ein­ba­ren der­zeit regel­mä­ßig für alle Frei­wil­li­gen ab 27 Jahre eine wöchent­li­che Arbeits­zeit von 25 Stun­den mit einer Aus­zah­lung TG 250,00 €. Davon kann mit Rück­spra­che nach unten auf min­des­tens 20,5 Wochen­stun­den abge­senkt wer­den, mit ent­spre­chen­der Redu­zie­rung des Taschengel-des.
Wei­ter­ge­hen­de Zah­lun­gen bis zur vol­len Höhe des gesetz­li­ch mög­li­chen Taschen­gel­des, mit den ent-sprechenden Leis­tun­gen für die Sozi­al­ver­si­che­run­gen, müss­ten von den Ein­satz­stel­len getra­gen wer­den!

Nein, der Bun­des­frei­wil­li­gen­dienst kann nur haupt­amt­li­ch, mit einer wöchent­li­chen Min­dest­ar­beits­zeit von 20,5 Stun­den (bei unter 27 jäh­ri­gen nur in Voll­zeit) aus­ge­übt wer­den.

Ja, aller­dings wird ein Teil des Taschen­gel­des mit dem ALG II ver­rech­net. Der ALG II – Emp­fän­ger ist aber wäh­rend sei­nes Frei­wil­li­gen­diens­tes von der Ver­pflich­tung befreit, eine Arbeit auf­zu­neh­men.
Steht die Übungs­lei­ter­pau­scha­le bzw. die Beschäf­ti­gung auf 400,- € Basis im Kon­flikt mit dem BFD?
Grund­sätz­li­ch ist es mög­li­ch, dass eine Per­son am BFD teil­nimmt, dane­ben als 400,- € – Kraft bzw. Übungs­lei­ter beschäf­tigt ist. Man muss jedoch genau dar­auf ach­ten, dass sich die Tätig­keits­be­rei­che klar und deut­li­ch von­ein­an­der abgren­zen las­sen. Dies muss man gege­be­nen­falls auch gegen­über dem Finanz­amt nach­wei­sen kön­nen. Der Bun­des­frei­wil­li­gen­dienst ist eine haupt­amt­li­che Tätig­keit.

Laut Gesetz zum BFD muss jeder Frei­wil­li­ge eine eige­ne Ver­si­che­rungs­num­mer haben und in einer gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung ver­si­chert sein. Das bedeu­tet, dass man gege­be­nen­falls die Mit­glied­schaft in einer Pri­va­ten Kran­ken­kas­se bzw. einer Fami­li­en­ver­si­che­rung für den Zeit­raum des Freiwilligen-dienstes ruhen las­sen muss.
„Alle Frei­wil­li­gen im Bun­des­frei­wil­li­gen­dienst sind gesetz­li­ch sozi­al­ver­si­chert – mit einer Aus­nah­me: Frei­wil­li­ge, die älter als 55 Jahre sind und in den letz­ten fünf Jah­ren nicht gesetz­li­ch ver­si­chert waren, haben keine Mög­lich­keit mehr, in eine gesetz­li­che Kran­ken­kas­se zu wech­seln, auch nicht, wenn sie einen BFD leis­ten.“ – Sie sind dann ver­si­che­rungs­frei.

Ja, für Per­so­nen ab 27 Jahre. Es ist zu beach­ten, dass die BFD-Mindestwochenstundenzahl 20,5 Stun­den beträgt und diese Neben­tä­tig­keit mit der Ein­satz­stel­le abge­spro­chen wer­den muß.

Ja, aller­dings ist hier zu beach­ten, dass man als Frei­wil­li­ger sich zwin­gend gesetz­li­ch kran­ken­ver­si­chern muss. In wie­weit für einen Inter­es­sen­ten auch steu­er­recht­li­ch ein Frei­wil­li­gen­dienst in Frage kommt, muss dann im Ein­zel­fall geklärt wer­den.

Ja. Aller­dings muss es eine ver­ant­wort­li­che Bühne/Verein geben, die dann auch Ansprech­part­ner für uns und den Frei­wil­li­gen ist. Es ist sinn­voll, die Zusam­men­ar­beit in Koope­ra­ti­ons­ver­trä­gen zu regeln. Die wei­te­ren Ein­satz­stel­len soll­ten dann mög­lichst genau mit ihren jewei­li­gen Auf­ga­ben­be­rei­chen und dem zeit­li­chen Umfang beschrie­ben wer­den.
Aber Ach­tung: alle Ein­satz­stel­len müs­sen die Aner­ken­nung bean­tra­gen! Das gilt auch für eine Ein­satz­stel­le mit unter­schied­li­chen Orten.

Grund­sätz­li­ch ist der BFD auch für Frei­wil­li­ge unter 27 Jah­ren offen. Aller­dings grei­fen dann ande­re Rege­lun­gen (nur Voll­zeit, mind. 25 Bil­dungs­ta­ge), sodass wir uns ent­schie­den haben, vor­er­st Plät­ze nur für über 27 jäh­ri­ge anzu­bie­ten. Für alle Inter­es­sier­ten bis 23 gibt es das Frei­wil­li­ge Sozia­le Jahr Kul­tur (Die Ansprech­part­ner in den ein­zel­nen Län­dern unter: http://www.freiwilligendienste-kultur-bildung.de/). Nach oben ist im BFD keine Alters­gren­ze gesetzt.

Im Rah­men des BFD ist eine päd­ago­gi­sche Beglei­tung für den Frei­wil­li­gen gesetz­li­ch vor­ge­schrie­ben. Vor­ge­se­hen sind dabei soge­nann­te Bil­dungs­ta­ge ( für Frei­wil­li­ge über 27 Jahre wer­den 12 Bil­dungs­ta­ge pro Jahr vom Gesetz­ge­ber gefor­dert!), um u.a. durch Semi­na­re „kul­tu­rel­le und inter­kul­tu­rel­le Kom­pe­ten­zen zu ver­mit­teln und das Ver­ant­wor­tungs­be­wusst­sein für das Gemein­wohl zu stär­ken“. Der BDAT ver­an­stal­tet ent­spre­chend ver­pflich­ten­de 4-5 tägi­ge Bil­dungs­se­mi­na­re in Ver­bin­dung mit jähr­li­ch vom BDAT ver­an­stal­te­ten Thea­ter­fes­ti­vals. Außer­dem sieht das Bil­dungs­kon­zept im BDAT die Aus­rei­chung von Stu­di­en­brie­fen, Frei­wil­li­gen­tref­fen, trä­ger­über­grei­fen­de Bil­dungs­ta­ge­an­ge­bo­te sowie Work­sho­p­an­ge­bo­te aus dem Fort­bil­dungs­pro­gramm vor. Wei­ter­hin kön­nen Fort­bil­dun­gen vor Ort im Ein­zel­fall und in enger Abspra­che mit der Ein­satz­stel­le und dem Frei­wil­li­gen gestal­tet wer­den. Bil­dungs­ta­ge wer­den als Arbeits­ta­ge gezählt.

Für den BDAT wäre es wün­schens­wert, wenn mög­lichst viele Frei­wil­li­ge für 12 – 18 Mona­te am BFD teil­neh­men. Hier ist es aller­dings mög­li­ch, dass der Frei­wil­li­ge in begrün­de­ten Fäl­len den BFD in 3-monatige Abschnit­te unter­teilt. So könn­te man bei­spiels­wei­se einen Frei­wil­li­gen über 18 Mona­te in ver­schie­de­nen zeit­li­ch begrenz­ten Pro­jek­ten (Insze­nie­run­gen, beson­de­re Ver­an­stal­tun­gen, Pro­jek­te usw.) ein­set­zen.

Ein mög­lichst breit gefä­cher­tes Tätig­keits­feld des Frei­wil­li­gen ist auch vom Gesetz­ge­ber erwünscht, um zu ver­mei­den, dass durch den Frei­wil­li­gen regu­lä­re (mög­li­che) Arbeits­plät­ze ein­ge­spart wer­den.

Alle Fra­gen und Ant­wor­ten fin­den Sie in die­sem pdf-Dokument zum Down­load.

Stand: März 2016