amarena

Inno­va­ti­ons­för­de­rung

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Zum vier­ten Mal för­dert der Bund Deut­scher Ama­teur­thea­ter e. V. (BDAT) im Rah­men der „amarena-Innovationsförderung“ modell­haf­te, inno­va­ti­ve Ansät­ze im Ama­teur­thea­ter. Von ins­ge­samt 21 Anträ­gen wer­den fünf Pro­jek­te mit einer Gesamt­för­der­sum­me von 14.000 Euro unter­stützt. Die fünf Pro­jekt­ide­en ste­hen exem­pla­ri­sch für die Viel­falt der Ama­teur­thea­ter­ar­beit in Deutsch­land. Sie spie­geln ver­schie­de­ne Thea­ter­an­sät­ze mit unter­schied­lichs­ten Ziel- und Alters­grup­pen, in denen auch gesell­schaft­li­che State­ments zum Aus­druck kom­men

Theaterwerkstatt Bethel //

ReForm – Pilotprojekt inklusives Theater und kulturelle Bildung

Sie haben ein umfang­rei­ches und ehr­gei­zi­ges Pro­jekt ent­wor­fen, das sich stark der Ver­net­zung unter­schied­lichs­ter Gesell­schafts­grup­pen ver­schreibt. 500 Jahre Reform Luther als mög­li­cher Auf­hän­ger, war für die Befür­wor­tung einer För­de­rung eher sekun­där – im Vor­der­grund stan­den die viel­fäl­ti­gen Koope­ra­ti­ons­mög­lich­kei­ten, die Ihr Pro­jekt an ver­schie­de­nen Orten und Ein­rich­tun­gen bie­tet und die Zusam­men­füh­rung unter­schied­lichs­ter Men­schen­grup­pen. Dies wurde für aktu­ell und not­wen­dig befun­den. Dar­über hin­aus ist die Ziel­set­zung, inklu­si­ve kul­tu­rel­le Arbeit und Ver­mitt­lung als fes­ten Bestand­teil Ihrer Regi­on zu eta­blie­ren bei­spiel­haft. Gut und wich­tig hier­für ist die pro­fes­sio­nel­le und viel­schich­ti­ge Eva­lua­ti­on, die Sie zusam­men­ge­stellt haben.

Anna Hertz (Mitglied des amarena-Kuratoriums)

Erste Auf­füh­rungs­ter­mi­ne:

„Der zweite Mensch“

Sa., 13.05.2017 um 19:30 Uhr (Urauf­füh­rung) in der Uni­ver­si­tät Bie­le­feld (Räume T2, 107 bis 137)

Wei­te­re Ter­mi­ne: So., 14.05., 15 Uhr, sowie Do., 18.05., Fr., 19.05., Sa., 20.05. um 19:30 Uhr.

„Spiel des Lebens“

Mo., 26.06.2017  & Mi., 28.06.2017, Thea­ter­werk­statt Bethel

Pforzheimlich //

PaperMoon

Unter der Leit­idee „Gewer­be und Woh­nen för­dert Kul­tur“, ent­wi­ckelt die Genos­sen­schaft Gewer­be­kul­tur Pforz­heim Kon­zep­te für brach­lie­gen­de Gewer­be­im­mo­bi­li­en im Stadt­ge­biet Pforz­heim. Die Thea­ter­grup­pe Pforz­heim­li­ch“ möch­te mit ihrem Pro­jekt „Paper­Moon“ einer seit lan­gem leer­ste­hen­den ehe­ma­li­gen Papier­fa­brik wie­der Leben ein­hau­chen. Durch die Form des inter­ak­ti­ven Spiels und dem Ein­bin­den ehe­ma­li­ger Ange­stell­ter der Papier­fa­brik in das Ensem­ble, wird eine inti­me und fes­seln­de Bezie­hung zu die­ser Loca­ti­on auf­ge­baut, die durch das im Figu­ren­thea­ter ver­wen­de­te Mate­ri­al Papier noch ver­stärkt wird. So sol­len die Besu­cher auf ein­zig­ar­ti­ge Weise mit die­sem Objekt in Inter­ak­ti­on tre­ten kön­nen, eine star­ke Bin­dung ent­wi­ckeln und sie so für die spä­te­re Nut­zung der Fabrik als Kul­tur­stät­te begeis­tern.

„Die Besu­cher wer­den in ein wit­zi­ges und rät­sel­haf­tes „Katz- und Maus-Spiel“ ver­wi­ckelt. Im Ver­lauf des Spiels müs­sen klei­ne Besu­cher­grup­pen Spu­ren und Hin­wei­se nach­ge­hen, die zum Täter füh­ren. Dabei erkun­den sie die still­ge­leg­te Papier­fa­brik, wer­den zu Ermitt­lern und kön­nen sogar den Ver­lauf der Hand­lung beein­flus­sen.“, heißt es im Inno­va­ti­ons­för­der­an­trag der Thea­ter­grup­pe „Pforz­heim­li­ch“.

Die Grup­pe grün­de­te sich 2014 und hat vier akti­ve Mit­glie­der. Das Ensem­ble wird unter­stützt von der „Gewer­be­kul­tur Pforz­heim“ und dem Figu­ren­thea­ter Pforz­heim. Das inter­ak­ti­ve Thea­ter­pro­jekt „Paper­Moon“ wird von den vier Mit­glie­dern gemein­sam ent­wi­ckelt und soll im Sep­tem­ber 2017 in der alten Papier­fa­brik Weis­sen­stein zur Auf­füh­rung kom­men.

Angela Kirchfeld (Mitglied des amarena-Kuratoriums)

stellwerk weimar e.V. //

Theater von Anfang an

Mit sei­nem Pro­jekt „Thea­ter von Anfang an“, das mit nicht­pro­fes­sio­nel­len Darsteller*innen umge­setzt wer­den soll, wid­met sich stell­werk wei­mar e. V. einer bis­lang unter­re­prä­sen­tier­ten Thea­ter­form: dem Thea­ter für das aller­klein­s­te Publi­kum ab zwei Jah­ren. Die ein­ge­reich­te Pro­jekt­kon­zep­ti­on hebt sich ins­be­son­de­re durch die Ziel­set­zung her­vor, ein neues Stück­for­mat zu ent­wi­ckeln, das spe­zi­ell auf die Bedürf­nis­se und Seh­ge­wohn­hei­ten der Ziel­grup­pe ein­geht. In ihrem Kon­zept ver­fol­gen die Antrags­stel­ler das Expe­ri­ment mit thea­tra­len For­men des gemein­sa­men sinn­li­chen Ent­de­ckens jen­seits von klas­si­schen Dra­ma­tur­gi­en. Mit dem gewähl­ten Thema „Schwer­kraft und Zer­brech­lich­keit“ sol­len dabei unmit­tel­ba­re All­tags­er­fah­run­gen der Kin­der auf­ge­grif­fen und neu erforscht wer­den. Auf diese Weise kann das aller­jüngs­te Publi­kum gleich­sam spie­le­ri­sch und phan­ta­sie­voll an das Thea­ter her­an­ge­führt wer­den.

Geplan­te Auf­füh­run­gen: ab den 8. Novem­ber 2017

Friedrich Schirmer(Mitglied des amarena-Kuratoriums)

Interaction Leipzig e.V. //

(DiS)Connected (AT)

Die Thea­ter­grup­pe „bar oder ehda“ des Ver­eins Inter­ac­tion Leip­zig wird ab Juli 2017 ein Thea­ter­stück erar­bei­ten, das sich mit der Suche nach Wegen aus der Iso­la­ti­on von „Geflüch­te­ten und Schon­da­ge­we­se­nen“ beschäf­tigt. Zur Grup­pe gehö­ren Men­schen mit und ohne Fluch­ter­fah­rung im Alter von 16 bis 71 Jah­ren. Unter dem Arbeits­ti­tel (Dis)Connected wer­den die Teilnehmer*innen unter der Lei­tung der Regis­seu­rin Con­stan­ze Bur­ger ein Stück über ein Leben als mobi­le Sub­jek­te im Zwie­spalt zwi­schen dem Druck der Selbst­op­ti­mie­rung und dem Wunsch nach Gemein­sam­keit ent­wi­ckeln.

Das Kura­to­ri­um über­zeug­te neben dem Thema das Kon­zept der Stück­ent­wick­lung auf Augen­hö­he von Geflüch­te­ten und Schon­da­ge­we­se­nen einer brei­ten Alter­span­ne, die in dem Ver­ein Inter­ac­tion Leip­zig eine Kon­takt­stel­le, Platt­form und künst­le­ri­sche Ide­en­fa­brik fin­den. Die­ses Pro­jekt bie­tet den Teilnehmer*innen die Chan­ce, im künst­le­ri­schen Pro­zess Bin­dun­gen auf­zu­bau­en und Wege aus wirt­schaft­li­cher, poli­ti­scher und indi­vi­du­el­ler Iso­la­ti­on zu fin­den.

Martin Bretschneider (Mitglied des amarena-Kuratoriums)

Kulturinitiative Filou e.V. //

Simon Winkler, 1986 – 2007, Schauspieler

Die Kul­tur­in­itia­ti­ve Filou e.V. aus Beck­um ent­wi­ckelt mit ihrem Pro­jekt „Simon Wink­ler, 1986-2007, Schau­spie­ler“ ein Thea­ter­stück über einen aus Beck­um stam­men­den Schau­spiel­stu­den­ten, der noch wäh­rend sei­nes Stu­di­ums bei einem Ver­kehrs­un­fall starb. Das Kura­to­ri­um beur­teilt das Pro­jekt als inno­va­tiv und för­de­rungs­wür­dig, weil es um die Bio­gra­phie eines nicht-prominenten, mitt­ler­wei­le 10 Jahre Ver­stor­be­nen geht, der der Anony­mi­tät sei­nes Todes ent­ris­sen wird. Simon Wink­lers Schick­sal ist dabei reprä­sen­ta­tiv für tau­sen­de Ver­kehrs­to­te, die jedes Jahr ster­ben und bald in Ver­ges­sen­heit gera­ten. Das Kura­to­ri­um sieht in die­sem Pro­jekt durch die Ein­be­zie­hung unter­schied­lichs­ter Leute aus Simon Wink­lers Lebens­um­feld ein Stück thea­tra­ler Trau­er­ar­beit. Es unter­stützt fer­ner die enge Anbin­dung des Filou e.V. an die Bür­ger der Stadt Beck­um und schätzt das hohe Enga­ge­ment, spe­zi­ell auch im Ver­hält­nis zur ver­gleichs­wei­se beschei­den bean­trag­ten För­der­sum­me und spricht sich des­halb für eine volle Bereit­stel­lung eben­die­ser Summe aus.

Geplan­te Auf­füh­run­gen: 18.-19. Novem­ber 2017

David Nadkarni (Mitglied des amarena-Kuratoriums)

amarena Navi­ga­ti­on

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