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Erzähl­ca­fé: Zur Geschich­te des Ama­teur­thea­ters – Ein Zeit­zeu­gen­ge­spräch

// 13.09. 2017

Zur Geschich­te des Ama­teur­thea­ters – Ein Zeit­zeu­gen­ge­spräch

Wie hat sich die künst­le­ri­sche Arbeit in den letz­ten Jahr­zen­ten im Ama­teur­thea­ter ent­wi­ckelt, wel­che Schwer­punk­te hatte das inter­na­tio­na­le Enga­ge­ment und wel­che Bedeu­tung hat ein Enga­ge­ment auf Ver­bands­ebe­ne? Aus ihrer per­sön­li­chen Per­spek­ti­ve wer­den Franz-Josef Wit­ting (Pader­born) und Rudolf Röl­le­ke (Düs­sel­dorf) Ein­bli­cke in ihre Sicht­wei­se auf das Ama­teur­thea­ter und ihre prak­ti­sche Arbeit gewäh­ren.

Franz-Josef Wit­ting schloss sich bereits 1962 der Hei­mat­büh­ne Pader­born an und grün­de­te hier 1974 das „Thea­ter der Jugend“. Er war zudem lang­jäh­ri­ger Vor­sit­zen­der des Ama­teur­thea­ter­ver­ban­des Nordrhein-Westfalen und Vize­prä­si­dent im Bund Deut­scher Ama­teur­thea­ter. Auf Bun­des­ebe­ne setz­te er sich beson­ders für die Ent­wick­lung des Fort­bil­dungs­pro­gram­mes ein und präg­te die inter­na­tio­na­le Arbeit, u. a. als Grün­der und Fes­ti­val­lei­ter der Thea­ter­ta­ge Euro­päi­scher Kul­tu­ren, die seit 1984 alle zwei Jahre in Pader­born statt­fin­den.

Auch Rudolf Röl­le­ke blickt auf ein jahr­zehn­te­lan­ges Enga­ge­ment für das Ama­teur­thea­ter zurück. Bereits mit sechs Jah­ren stand er auf der Bühne. 1955 wurde „Rudi“ Mit­glied in der „Kara­wa­ne“, der bis heute ältes­ten Ama­teur­thea­ter­grup­pe in Düs­sel­dorf. Vom Schau­spie­ler wech­sel­te er 1977 in die Rolle des Regis­seurs und über­nahm die Lei­tung der Grup­pe. Deut­sche und inter­na­tio­na­le Stü­cke, Col­la­gen und Kaba­rett gehör­ten zum Reper­toire der Bühne, die nun zum Ende des Jah­res – nach 67 Jah­ren – ihre Thea­ter­ar­beit ein­stellt.

Mode­riert wird das Zeit­zeu­gen­ge­spräch von And­rea Hen­sel, wiss. Mit­ar­bei­te­rin am Insti­tut für Thea­ter­wis­sen­schaft der Uni­ver­si­tät Leip­zig. Sie arbei­tet der­zeit im BMBF-geförderten For­schungs­pro­jekt „Frem­de spie­len. Ama­teur­thea­ter als non-formales und infor­mel­les Medi­um trans­kul­tu­rel­ler Bil­dung“ unter der Lei­tung von Prof. Dr. Gün­ther Heeg. Das Pro­jekt des Cen­tre of Com­pe­ten­ce for Thea­t­re der Uni­ver­si­tät Leip­zig,  an dem auch der BDAT betei­ligt ist und beforscht wird, ist im Janu­ar die­ses Jah­res gestar­tet.

„Wir wer­den bei die­sem Gespräch nicht nur die bei­den Akteu­re zu Wort kom­men las­sen, son­dern wir wol­len auch mit dem Publi­kum und den Fach­ver­tre­tern der bun­des­wei­ten Ama­teur­thea­ter­sze­ne einen leben­di­gen Aus­tau­sch initi­ie­ren“, sagt And­rea Hen­sel.

 

Sams­tag, 16. Sep­tem­ber 2017, 10 bis 13 Uhr
Aka­de­mie der Küns­te (Club­raum), Han­sea­ten­weg 10, 10557 Berlin
Ver­an­stal­ter: Bund Deut­scher Ama­teur­thea­ter e. V.

Der Ein­tritt ist frei.

www.125-jahre.bdat.info